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US-Börsen vor bester Woche seit Monaten – das müssen Anleger wissen

Aktien-Futures zeigen vorbörslich nach oben, Cloudflare und Atlassian explodieren, Meta wird zu 942 Millionen Dollar verurteilt.

US-Börsen vor bester Woche seit Monaten – das müssen Anleger wissen

Die US-Aktienmärkte steuern auf ihre stärkste Woche seit drei Monaten zu. Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average legten zuletzt um 0,1% zu, während die Futures für den S&P 500 um 0,2% und die technologielastige Nasdaq um 0,6% stiegen. Alle drei großen Indizes hatten am Vortag nachgegeben, wobei der Dow von seinen Rekordhöhen zurückfiel und eine fünftägige Gewinnserie beendete.

Trotz des gestrigen Rückgangs liegt die Nasdaq in der laufenden Woche bisher fast 4% im Plus, während Dow und S&P 500 jeweils rund 3% zulegten. Damit steuern die Indizes auf ihre größten Wochengewinne seit drei Monaten zu – ein deutliches Zeichen für die zuletzt wieder gestiegene Risikobereitschaft der Anleger.

An den Rohstoffmärkten zeigen sich Rohöl-Futures kaum verändert, während Anleger auf weitere Details zu einem möglichen Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus warten. Gold-Futures stiegen um fast 2% auf 4.380 Dollar pro Unze. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ging leicht von 4,68% auf 4,66% zurück. Bitcoin notierte am Morgen bei rund 64.900 Dollar und tendierte dazu, erstmals in diesem Monat die Marke von 65.000 Dollar zu durchbrechen.

Arbeitsmarktbericht für Juli im Fokus

Ein zentrales Ereignis des Tages ist die Veröffentlichung des monatlichen Arbeitsmarktberichts des Bureau of Labor Statistics um 14:30 Uhr MEZ. Ökonomen erwarten, dass in den USA im Juli rund 83.000 neue Stellen geschaffen wurden – mehr als die 57.000 im Juni gemeldeten Jobs. Der Arbeitsmarkt hat in diesem Jahr bisher weitgehend ein „Low Hire, Low Fire"-Muster beibehalten.

Hintergrund ist die anhaltende Unsicherheit darüber, wie sich der Iran-Krieg auf die US-Wirtschaft auswirken wird. In Kombination mit einer Inflation, die deutlich über dem 2%-Ziel der Federal Reserve geblieben ist, könnten die heutigen Daten die kommenden Zinsentscheidungen der Fed maßgeblich beeinflussen. Der ADP-Bericht zum privaten Sektor hatte am Mittwoch bereits enttäuscht: Die privaten Lohnlisten stiegen im Juli lediglich um 44.000 Stellen – weit unter den erwarteten 75.000.

Cloudflare und Atlassian mit starken Quartalszahlen

Die Aktie von Cloudflare (NET) schoss vorbörslich um 16% nach oben und deutete damit auf ein neues Rekordhoch über 330 Dollar hin. Das Cloud-Unternehmen hatte für das zweite Quartal einen bereinigten Gewinn von 29 Cent pro Aktie sowie einen Umsatzsprung von 36% im Jahresvergleich auf 696,1 Millionen Dollar gemeldet – beides über den Analystenerwartungen. Für das Gesamtjahr hob Cloudflare seine Umsatzprognose auf 2,864 bis 2,87 Milliarden Dollar an und erwartet ein bereinigtes EPS von 1,25 bis 1,26 Dollar.

Auch Atlassian (TEAM) überzeugte mit seinen Quartalszahlen: Der Softwarehersteller meldete für das vierte Geschäftsquartal einen Umsatz von 1,77 Milliarden Dollar sowie einen bereinigten Gewinn von 1,87 Dollar pro Aktie – jeweils über den Analystenprognosen. Für das erste Geschäftsquartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 1,705 bis 1,715 Milliarden Dollar und ein Umsatzwachstum für das Gesamtjahr von rund 13%. Die Aktie legte vorbörslich um 32% zu und steuerte damit auf den höchsten Stand seit Januar zu. Software-Aktien hatten in diesem Jahr generell unter Sorgen über Verwerfungen durch Künstliche Intelligenz gelitten.

Meta zu 942 Millionen Dollar Zahlung verurteilt

Meta Platforms (META), Eigentümer von Instagram und Facebook, wurde von einem Richter in New Mexico dazu verurteilt, einen Fonds in Höhe von 567 Millionen Dollar für durch soziale Medien geschädigte Personen einzurichten. Hinzu kommen Zivilstrafen von 375 Millionen Dollar – insgesamt also rund 942 Millionen Dollar. Eine Jury hatte sich bereits im März auf die Seite des Generalstaatsanwalts von New Mexico gestellt, nachdem der Bundesstaat Meta vorgeworfen hatte, Kinder unzureichend vor Risiken bei der Nutzung seiner Apps zu schützen.

Der Fall ist einer von vielen, mit denen Meta und andere Social-Media-Konzerne derzeit konfrontiert sind. Im Mittelpunkt steht dabei stets der mangelnde Schutz von Minderjährigen auf digitalen Plattformen – ein Thema, das auch in Europa und Deutschland zunehmend politische Aufmerksamkeit erhält. Die Meta-Aktie zeigte sich vorbörslich trotz des Urteils kaum verändert.

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