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US-Börsen unter Druck: Iran blockiert Straße von Hormus weiter

Ölpreisanstieg und Inflationssorgen belasten Wall Street – Dow, S&P 500 und Nasdaq geben nach.

US-Börsen unter Druck: Iran blockiert Straße von Hormus weiter

Die US-Aktienmärkte haben zum Wochenstart nachgegeben. Auslöser war die erneute Weigerung des Irans, die Straße von Hormus wieder zu öffnen – eine der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öltransporte. Die Folge: steigende Ölpreise und aufkeimende Inflationsängste, die die Stimmung an den Märkten trübten.

Der Dow Jones Industrial Average verlor 60,95 Punkte oder 0,11 Prozent und schloss bei 53.975,98 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 4,53 Punkte bzw. 0,06 Prozent nach und beendete den Handelstag bei 7.753,11 Zählern. Noch am Freitag hatte der Index auf einem Rekordhoch geschlossen – getragen von erneutem Enthusiasmus rund um den Boom der künstlichen Intelligenz und Hoffnungen auf ein Friedensabkommen mit dem Iran. Der technologielastige Nasdaq Composite verzeichnete mit einem Minus von 85,26 Punkten oder 0,32 Prozent den deutlichsten Rückgang und notierte bei 26.605,36 Punkten.

Ölpreise als Spielverderber an Aktien- und Anleihemärkten

Das zentrale Thema des Handelstages war der Ölpreis. Die in den USA gehandelten Öl-Futures legten kräftig zu: um 3,95 US-Dollar pro Barrel oder 5,1 Prozent auf 82,13 US-Dollar. Dieser Anstieg schürte Sorgen vor einer erneuten Beschleunigung der Inflation – ein Szenario, das Anleger besonders nervös macht, da es die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve beeinflussen könnte.

Berichten zufolge stehen der Iran und der Oman kurz vor einer Einigung über die langfristige Verwaltung der Meerenge. Hardliner in Teheran drängen jedoch auf Zugeständnisse der USA, bevor ein solches Abkommen in Kraft treten kann. Die Unsicherheit über den Ausgang dieser Verhandlungen hält die Märkte in Atem.

Anleiherenditen steigen – Versorger besonders betroffen

Auch am Anleihemarkt machte sich die Nervosität bemerkbar. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um 0,040 Prozentpunkte auf 4,697 Prozent. Die Rendite der zinssensitiven zweijährigen Staatsanleihen kletterte um 0,034 Prozentpunkte auf 4,236 Prozent. Steigende Anleiherenditen gelten als Gegenwind für Aktien, da sie Anleihen als Anlagealternative attraktiver machen.

Besonders hart traf es renditesensitive Sektoren. Der SPDR Select Sector Utilities ETF, der die Versorgergruppe des S&P 500 abbildet, fiel um 1,1 Prozent auf 43,13 US-Dollar. Damit steht der Fonds kurz vor einer technischen Korrektur – er hat gegenüber seinem Höchststand zu Beginn des Jahres bereits fast 10 Prozent verloren.

Versorgungsunternehmen sind gleich in zweifacher Hinsicht eng mit dem Anleihenmarkt verknüpft: Zum einen orientieren sich ihre Dividendenrenditen – und damit auch die Aktienkurse – tendenziell an den Renditen von Staatsanleihen. Zum anderen ist der Sektor traditionell hoch verschuldet, was ihn besonders empfindlich gegenüber steigenden Zinsen macht. Für deutsche Anleger, die in US-Versorger oder entsprechende ETFs investiert sind, ist diese Entwicklung daher besonders relevant.

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