US-Börsen: Turbulente Woche endet ohne Verluste
Trotz geopolitischer Spannungen und Zolldrohungen von Präsident Trump schlossen die US-Aktienmärkte die Woche nahezu unverändert. Der S&P 500 verlor lediglich 0,4 Prozent.

Die US-Börsen haben eine turbulente Handelswoche hinter sich gebracht und dabei ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Trotz neuer Zolldrohungen von Präsident Trump und zwischenzeitlicher Verkaufswellen schlossen die wichtigsten Indizes am Freitag nahezu auf dem Niveau der Vorwoche.
Der Dow Jones Industrial Average gab um 0,5 Prozent nach, während der S&P 500 um 0,4 Prozent sank. Der technologielastige Nasdaq Composite verzeichnete mit minus 0,1 Prozent den geringsten Verlust.
Trumps Zolldrohungen sorgen für Nervosität
Zu Wochenbeginn hatte Präsident Trump mit zusätzlichen Zöllen gegen langjährige Verbündete der USA gedroht, um Grönland zu erwerben. Die Ankündigung löste vorübergehend eine "Sell America"-Strategie aus, bei der Anleger US-Aktien und Anleihen abstießen. Allerdings nahm Trump seine Drohungen schnell wieder zurück, woraufhin die Märkte sich erholten.
"Der rekordverdächtige Lauf der Märkte in den letzten Monaten gleicht einem Hochseilakt", kommentierten Beobachter die volatile Entwicklung. Die hohen Bewertungen der Indizes machen die Märkte anfällig für plötzliche Stimmungswechsel.
Robuste Wirtschaftsdaten stützen die Börsen
Trotz der politischen Unsicherheit zeigen Konjunkturdaten die anhaltende Stärke der US-Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs zwischen Juli und September mit einer annualisierten Rate von 4,4 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte.
Auch die Verbraucherstimmung verbesserte sich laut einer Umfrage der University of Michigan leicht. "Der Vermögenseffekt ist bei den Verbrauchern lebendig und intakt", erklärte Jamie Cox, geschäftsführender Gesellschafter der Harris Financial Group.
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Zur AktienanalyseHohe Bewertungen befeuern Konsum
Die hohen Aktienbewertungen sorgen dafür, dass vermögende Anleger weiterhin Geld ausgeben und damit die Wirtschaft am Laufen halten. Dies zeigt sich in robusten Konsumausgaben, die zusammen mit moderaten Inflationsdaten auf eine stabile Konjunkturlage hindeuten.
Obwohl alle drei Benchmark-Indizes im letzten Monat relativ unverändert blieben, notieren sie weiterhin auf historisch hohem Niveau. Für deutsche Anleger mit US-Exposure bleibt die Entwicklung an der Wall Street ein wichtiger Indikator für die globalen Finanzmärkte.


