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US-Börsen steigen stark nach starkem Microsoft-Quartalsbericht

Microsofts robuste Cloud-Zahlen und KI-Gewinne beflügeln Wall Street – Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq legen deutlich zu.

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US-Börsen steigen stark nach starkem Microsoft-Quartalsbericht

Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag kräftig zugelegt. Auslöser war der starke Quartalsbericht von Microsoft, der dem KI-Boom neuen Schwung verlieh und Anlegersorgen über die hohen Investitionen der Technologiebranche in Künstliche Intelligenz zumindest teilweise zerstreute.

Microsoft meldete nach Börsenschluss am Mittwoch ein enormes Umsatzwachstum in seiner Cloud-Sparte. Zusätzlich verbuchte der Konzern Gewinne aus seiner Beteiligung am KI-Unternehmen Anthropic. Diese Zahlen verdeutlichten für Investoren die potenziellen Erträge, die aus milliardenschweren KI-Investitionen entstehen können.

Parallel dazu sorgte der Facebook-Mutterkonzern Meta Platforms für eine etwas nüchternere Stimmung: Das Unternehmen erklärte, dass die hohen Ausgaben für den Ausbau von Rechenzentren den freien Cashflow belasteten. Die Sorgen über die massiven Investitionen der Technologieunternehmen in die KI-Infrastruktur ließen damit nach, wurden jedoch nicht vollständig ausgeräumt.

Alle drei großen US-Indizes im Plus

Der Dow Jones Industrial Average stieg um 613,92 Punkte oder 1,19 Prozent auf 52.208,06 Zähler und erholte sich damit von einem Einbruch am Mittwoch. Der breit gefasste S&P 500 legte um 121,48 Punkte oder 1,66 Prozent auf 7.437,63 Stellen zu. Besonders stark zog der technologielastige Nasdaq Composite an: Er sprang um 679,24 Punkte oder 2,78 Prozent auf 25.122,18 Zähler nach oben.

Für deutsche Anleger, die in US-Technologiewerte investiert sind, war dies ein erfreulicher Handelstag. Der Nasdaq-Anstieg von fast drei Prozent unterstreicht, wie stark die Stimmung an den Märkten von einzelnen Unternehmensberichten großer Tech-Konzerne abhängt.

Anleihenmarkt zeigt gespaltenes Bild

Am Rentenmarkt zeigte sich eine bemerkenswerte Divergenz. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe stieg um 0,065 Prozentpunkte auf 5,206 Prozent – der höchste Schlussstand seit dem 12. Juli 2007. Damit nähern sich die Langfristzinsen wieder historisch hohen Niveaus, was insbesondere den US-Immobilienmarkt belastet.

Die Rendite der zinssensitiven zweijährigen Staatsanleihe fiel hingegen leicht um 0,007 Prozentpunkte auf 4,227 Prozent. Diese Divergenz zwischen kurz- und langfristigen Zinsen spiegelte laut Marktbeobachtern die Erwartung wider, dass Fed-Chef Kevin Warsh die Inflation zunächst weiter steigen lassen würde, bevor er geldpolitisch eingreift.

Die Hypothekenzinsen in den USA, die sich häufig an den Renditen langfristiger Staatsanleihen orientieren, stiegen auf den höchsten Stand seit einem Jahr. Laut dem Hypothekenfinanzierer Freddie Mac lagen sie in dieser Woche im Durchschnitt bei 6,66 Prozent – eine Belastung für den ohnehin angespannten US-Immobilienmarkt.

US-Dollar gibt nach

Der US-Dollar gab gegenüber anderen wichtigen Währungen deutlich nach. Auch diese Bewegung stand im Zusammenhang mit der Erklärung der US-Notenbank Federal Reserve vom Mittwoch. Für europäische Investoren bedeutet ein schwächerer Dollar, dass in US-Dollar denominierte Anlagen in Euro umgerechnet an Wert verlieren können – ein Faktor, den deutsche Anleger bei ihrer Portfolioplanung im Blick behalten sollten.

Insgesamt zeigte der Handelstag, wie eng die Stimmung an den globalen Finanzmärkten mit den Quartalsergebnissen der großen US-Technologiekonzerne verknüpft ist. Die KI-Investitionsdebatte bleibt dabei ein zentrales Thema für Anleger weltweit.

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