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US-Börsen schließen bestes Quartal seit Jahren mit Rekordgewinnen

S&P 500 und Nasdaq verzeichnen ihre stärksten Quartalsrallys seit 2020 – trotz erheblicher Volatilität und geopolitischer Unsicherheiten.

US-Börsen schließen bestes Quartal seit Jahren mit Rekordgewinnen

Die US-Aktienmärkte steuern auf ein außergewöhnlich starkes Quartal zu. Trotz eines uneinheitlichen Handelsstarts am Dienstag stehen die wichtigsten amerikanischen Indizes kurz vor dem Abschluss ihrer besten Quartalsperformance seit Jahren. Für deutsche Anleger mit US-Engagements ist das eine bemerkenswerte Entwicklung.

Der S&P 500 legte im laufenden Quartal bis gestern um 14 Prozent zu, während der technologielastige Nasdaq sogar um 20 Prozent zulegte. Für beide Indizes sind das die stärksten Quartalsgewinne seit dem zweiten Quartal 2020 – jenem Zeitraum, in dem die Märkte nach dem Corona-Crash eine historische Erholung erlebten.

Volatile Märkte, starke Ergebnisse

Die Gewinne wurden unter schwierigen Bedingungen erzielt. Das Quartal war von erheblicher Volatilität geprägt, die sich noch in der vergangenen Woche deutlich zeigte, als Technologiewerte unter starken Verkaufsdruck gerieten. Viele Anleger trennten sich zeitweise von ihren Positionen in Wachstumstiteln. In dieser Woche kehrte die Risikobereitschaft jedoch zurück, und Investoren strömten wieder in den Markt.

Dieses Muster – starke Schwankungen bei insgesamt positiver Tendenz – kennzeichnet das gesamte Quartal. Es verdeutlicht, wie widerstandsfähig die US-Märkte trotz zahlreicher Belastungsfaktoren geblieben sind.

Geopolitik und Währungsmärkte im Fokus

Neben der Kursentwicklung richten Investoren ihren Blick auf zwei weitere wichtige Themen. Erstens beobachten die Märkte die Lage im Nahen Osten genau: US-Präsident Trump kündigte an, dass die Vereinigten Staaten am heutigen Tag in Katar Gespräche mit dem Iran führen werden. Ein iranischer Regierungsvertreter erklärte jedoch gestern, dass Teheran noch keine Entscheidung über den genauen Zeitpunkt der Gespräche getroffen habe. Im Vorfeld der erwarteten Verhandlungen zogen die Ölpreise leicht an.

Zweitens behalten Händler den japanischen Yen im Auge. Die japanische Währung notiert weiterhin nahe einem 40-Jahres-Tief, was Fondsmanager in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die Sorge vor möglichen Währungsinterventionen der japanischen Behörden bleibt ein bestimmendes Thema an den internationalen Devisenmärkten. Solche Interventionen könnten globale Kapitalströme beeinflussen und auch an anderen Märkten für Bewegung sorgen.

Für deutsche Privatanleger sind diese Entwicklungen aus mehreren Gründen relevant: Die starke Performance amerikanischer Indizes hat viele international ausgerichtete Depots beflügelt, während die Yen-Schwäche und die Nahost-Gespräche als potenzielle Risikofaktoren für die kommenden Wochen im Blick behalten werden sollten.

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