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US-Börsen fallen: Inflation und Nahost-Spannungen belasten Märkte

Steigende Inflation, eskalierende US-Iran-Spannungen und ein Kurseinbruch bei Super Micro Computer drücken alle wichtigen Indizes ins Minus.

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US-Börsen fallen: Inflation und Nahost-Spannungen belasten Märkte

Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag deutlich nachgegeben. Ein doppelter Belastungsfaktor aus steigender Inflation und eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sorgte dafür, dass alle wichtigen Indizes mit Verlusten aus dem Handel gingen. Anleger reagierten nervös auf ein Umfeld, das sowohl wirtschaftlich als auch politisch zunehmend unter Druck steht.

Die US-Inflation kletterte im Mai auf 4,2 Prozent – den höchsten Stand seit drei Jahren. Als Haupttreiber gelten die gestiegenen Energiepreise, die durch die Spannungen im Nahen Osten angeheizt werden. Zwar dürfte ein einzelner Inflationsbericht die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve nicht grundlegend verändern, doch in Kombination mit zuletzt robusten Arbeitsmarktdaten könnte die Fed veranlasst werden, vorerst abzuwarten und die wirtschaftlichen Auswirkungen zu beobachten.

Eskalation zwischen USA und Iran

Zusätzlich zur Inflationssorge verschärfte sich die geopolitische Lage erheblich. Die USA reagierten am Dienstag mit Vergeltungsmaßnahmen gegen den Iran, nachdem ein US-Hubschrauber abgeschossen worden war. Präsident Trump drohte zudem mit weiteren Angriffen. Die Unsicherheit an den Märkten nahm daraufhin spürbar zu. Der Preis für Brent-Rohöl stieg infolgedessen um 1,8 Prozent.

Vor diesem Hintergrund schlossen alle wichtigen US-Indizes im Minus. Der technologielastige Nasdaq, der bereits in den vergangenen Tagen von Sorgen rund um den KI-Handel belastet worden war, verlor knapp 2 Prozent. Der breit gefasste S&P 500 schloss 1,6 Prozent tiefer. Am stärksten traf es den Dow Jones Industrial Average: Er fiel um 1,9 Prozent und verlor 953 Punkte, um bei 49.919 Punkten zu schließen.

Super Micro Computer bricht um 28 Prozent ein

Besonders dramatisch war der Kursverlust bei Super Micro Computer. Der Hersteller von KI-Servern brach um 28 Prozent ein, nachdem das Unternehmen am späten Mittwoch angekündigt hatte, durch Aktienemissionen 7 Milliarden US-Dollar aufzunehmen. Das Geld soll laut Unternehmensangaben für den Kauf von Komponenten zur Erfüllung von KI-Aufträgen verwendet werden. Super Micro hatte bereits im März einen herben Kursverlust erlitten, nachdem ein Vorstandsmitglied wegen Schmuggelvorwürfen angeklagt worden war.

NextEra Energy: Markt bestraft Dominion-Übernahme

Im Fokus stand auch der US-Versorger NextEra Energy. Anleger haben die angekündigte Übernahme von Dominion Energy abgestraft und die Aktie seit Bekanntgabe des Deals unter Druck gesetzt. Die Kursrückgänge haben die Marktbewertung von NextEra um rund 18 Milliarden US-Dollar reduziert. Bedenken hinsichtlich Regulierungskosten und der Genehmigung des Deals selbst belasten die Stimmung.

Allerdings beträgt die sogenannte Breakup Fee – also die Abfindungszahlung, falls das Geschäft nicht zustande kommt – lediglich 4,83 Milliarden US-Dollar. Angesichts des Bewertungsverlusts von 18 Milliarden Dollar erscheint die Aktie damit selbst im Falle eines Scheiterns der Megafusion vergleichsweise günstig bewertet. Für Anleger könnte dies ein interessanter Aspekt bei der Einschätzung des Risiko-Rendite-Profils sein.

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