US-Billigfluggesellschaften fordern 2,5 Milliarden Dollar Staatshilfe
Frontier, Avelo und weitere Billigflieger wenden sich mit einem Hilfsplan an die Trump-Regierung – und bieten Optionsscheine als Gegenleistung an.

Eine Gruppe amerikanischer Billigfluggesellschaften, darunter Frontier und Avelo, hat die Trump-Regierung um staatliche Unterstützung in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar gebeten. Als Gegenleistung bieten die Unternehmen Optionsscheine an, die in Eigenkapitalbeteiligungen umgewandelt werden könnten. Das berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber dem Wall Street Journal.
Die Summe von 2,5 Milliarden Dollar ist dabei nicht willkürlich gewählt. Die Billigflieger ermittelten diesen Betrag, indem sie berechneten, wie viel mehr sie im laufenden Jahr voraussichtlich für Kerosin ausgeben werden – verglichen mit ihren ursprünglichen Prognosen. Die Schätzung basiert auf der Annahme, dass die Kerosinpreise für den Rest des Jahres im Durchschnitt über 4 US-Dollar pro Gallone liegen werden.
Gespräche sollen in den kommenden Tagen fortgesetzt werden
Die Verhandlungen über ein potenzielles wirtschaftliches Hilfspaket befinden sich noch in einem frühen Stadium. Es wird erwartet, dass die Gespräche zwischen den Fluggesellschaften und der Regierung in den kommenden Tagen weitergeführt werden. Ein Sprecher des Weißen Hauses reagierte bislang nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Die Billigfluggesellschaften zeigten sich jedoch durch Äußerungen von Präsident Donald Trump ermutigt. Trump hatte sich am Donnerstag im Oval Office dahingehend geäußert, dass er es begrüße, „viele Fluggesellschaften zu haben, damit Wettbewerb herrscht". Diese Aussage interpretierten die betroffenen Unternehmen offenbar als positives Signal für ihre Hilfsersuchen.
Kerosinkosten als zentrales Problem
Steigende Treibstoffkosten sind für Billigfluggesellschaften besonders belastend, da ihr Geschäftsmodell auf niedrigen Betriebskosten und günstigen Ticketpreisen basiert. Anders als große Netzwerkcarrier wie Delta, United oder American Airlines verfügen Billigflieger oft über geringere finanzielle Puffer, um Kostenschocks abzufedern. Kerosin zählt typischerweise zu den größten Einzelkostenblöcken in der Luftfahrtbranche und kann je nach Marktlage 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten ausmachen.
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Zur AktienanalyseDas Modell der angebotenen Optionsscheine erinnert an staatliche Hilfsmaßnahmen während der Corona-Pandemie. Damals erhielten US-Fluggesellschaften im Rahmen des sogenannten CARES Act milliardenschwere Unterstützung – ebenfalls verbunden mit der Ausgabe von Optionsscheinen zugunsten des Staates. Die Regierung konnte dadurch an einer möglichen Wertsteigerung der Unternehmen partizipieren.
Ob die Trump-Regierung dem aktuellen Hilfsgesuch der Billigflieger nachkommen wird, ist derzeit offen. Die weiteren Gespräche in den kommenden Tagen dürften Aufschluss darüber geben, wie ernsthaft die Regierung das Anliegen der Branche verfolgt.


