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US-Berichtssaison: Anleger hoffen auf starke Quartalszahlen

Netflix, Johnson & Johnson und Intel stehen vor der Zahlenvorlage. Nach schwankenden Märkten setzen Investoren auf positive Unternehmensergebnisse, um die politische Unsicherheit zu überwinden.

US-Berichtssaison: Anleger hoffen auf starke Quartalszahlen

Die US-Berichtssaison zum vierten Quartal 2025 nimmt Fahrt auf. Nachdem Finanzkonzerne wie JPMorgan und Wells Fargo den Auftakt machten, folgen in der kommenden Woche namhafte Unternehmen wie der Streaming-Riese Netflix, der Pharmakonzern Johnson & Johnson sowie der Chiphersteller Intel.

Der S&P 500 näherte sich am Donnerstag erneut Rekordhöhen, blieb im Wochenvergleich jedoch im Minus. Die wichtigsten US-Aktienindizes zeigten sich zu Jahresbeginn volatil, nachdem sie 2025 noch robust performt hatten.

Hohe Erwartungen an die Unternehmen

"Angesichts des Ausmaßes an Unsicherheit in Geopolitik und Politik ist es zwingend erforderlich, dass die Gewinne tatsächlich den Nachrichtenzyklus bestimmen", erklärt Art Hogan, Chefmarktstratege bei B Riley Wealth. Unternehmen, die Erwartungen übertreffen und ihre Jahresprognosen für 2026 anheben, dürften nach seiner Einschätzung belohnt werden und den Märkten Rückenwind verleihen.

Die Messlatte liegt für dieses Quartal allerdings hoch. Investoren hoffen, dass starke Unternehmensergebnisse die zunehmende politische Unsicherheit ausgleichen können.

Bankaktien unter Druck

Trotz solider Quartalszahlen gaben die Aktien großer US-Banken nach der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse nach. Belastend wirkte sich insbesondere der überraschende Vorstoß von Präsident Donald Trump aus, Kreditkartenzinsen auf 10 Prozent zu deckeln. Die Maßnahme traf die Branche unvorbereitet.

Zudem plant Trump, Wall-Street-Firmen vom Aufkauf von Einfamilienhäusern abzuhalten. Diese Ankündigungen sorgten für zusätzliche Verunsicherung im Finanzsektor.

Geopolitische Risiken belasten

Auf internationaler Ebene halten Trumps aggressive Rhetorik und Schritte die Anleger in Atem. Zuletzt drohte der US-Präsident mit einer Intervention zugunsten von Demonstranten im Iran, nahm später jedoch eine abwartende Haltung ein.

Die zunehmende Unsicherheit hat die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen in diesem Jahr bereits spürbar angekurbelt. Analysten erwarten, dass die Volatilität an den Märkten zunächst erhöht bleiben dürfte, bis mehr Klarheit über die politische und wirtschaftliche Ausrichtung der neuen US-Regierung herrscht.

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