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US-Banken mit Rekordgewinnen zum Jahresabschluss

Starke Ergebnisse im Handel und Investmentbanking treiben die Bilanzsaison voran

US-Banken mit Rekordgewinnen zum Jahresabschluss

Die US-Bank JP Morgan Chase hat mit ihren aktuellen Geschäftszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Für das vierte Quartal meldete die Bank einen Gewinn von 4,81 US-Dollar je Aktie, während die Experten von der London Stock Exchange Group lediglich 4,11 Dollar prognostiziert hatten. Der Umsatz belief sich auf 43,74 Milliarden Dollar, womit auch hier die Schätzungen von 41,73 Milliarden Dollar übertroffen wurden. Der Gewinn der Großbank stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 50 Prozent auf 14 Milliarden Dollar. Im gesamten Geschäftsjahr konnte JP Morgan einen Gewinn von 58,5 Milliarden Dollar verbuchen, was deutlich über den 49,6 Milliarden Dollar des Vorjahres liegt.

Das starke Ergebnis ist vor allem auf die positive Entwicklung im Anleihenhandel und Investmentbanking zurückzuführen, in denen sich die Erlöse verdoppelt haben. Laut Jamie Dimon, dem CEO von JP Morgan, sei die US-Wirtschaft derzeit robust, unterstützt durch eine niedrige Arbeitslosenquote und eine anhaltend hohe Konsumnachfrage. Dimon hob zudem hervor, dass das wirtschaftliche Umfeld auch zu einem Anstieg von Unternehmensfusionen geführt habe, nachdem es in den vergangenen Jahren in diesem Bereich eine gewisse Zurückhaltung gegeben hatte.

Auch andere US-Banken wie Wells Fargo und Goldman Sachs haben starke Ergebnisse vorgelegt. Goldman Sachs konnte seinen Gewinn im vierten Quartal auf 4,1 Milliarden Dollar verdoppeln. Insbesondere das boomende Aktiengeschäft und eine Erholung im Investmentbanking trugen zu diesem Erfolg bei. Damit erzielte Goldman Sachs das zweitbeste Geschäftsjahr in seiner Firmengeschichte.

Wells Fargo übertraf ebenfalls die Gewinnerwartungen und meldete für das vierte Quartal einen Anstieg des Nettogewinns um fast 50 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. Dieser Zuwachs wurde vor allem durch höhere Gebühren im Investmentbanking ermöglicht. Der Umsatz von Wells Fargo fiel mit 20,4 Milliarden Dollar jedoch leicht unter die Erwartungen.

Die positiven Zahlen wurden an der Wall Street wohlwollend aufgenommen. Im vorbörslichen Handel legten die Aktien von JP Morgan um 0,5 Prozent zu, während Wells Fargo einen Anstieg von 2,6 Prozent verzeichnete. Auch Goldman Sachs konnte um 2,6 Prozent zulegen. Damit setzt sich der Aufwärtstrend in der Bilanzsaison fort, der die Zuversicht in die US-amerikanische Finanzbranche weiter stärkt.

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