US-Arbeitsmarktbericht verschoben: Regierungsstillstand verzögert wichtige Wirtschaftsdaten
Bureau of Labor Statistics kann Januar-Zahlen nicht veröffentlichen. Märkte warten weiter auf Beschäftigungsdaten.

Das US-amerikanische Bureau of Labor Statistics (BLS) wird den für Freitag geplanten Arbeitsmarktbericht für Januar nicht veröffentlichen. Grund ist der teilweise Regierungsstillstand, der seit Samstag anhält, wie ein Behördensprecher am Montag bestätigte. Die Verzögerung betrifft einen der wichtigsten Wirtschaftsindikatoren für die globalen Finanzmärkte.
Der Bericht sollte ursprünglich die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft sowie die aktuelle Arbeitslosenquote ausweisen. Analysten hatten mit einem Stellenzuwachs von 55.000 neuen Jobs gerechnet, während die Arbeitslosenquote bei 4,4 Prozent hätte verharren sollen. Diese Daten sind für Investoren weltweit von zentraler Bedeutung, da sie Aufschluss über die Verfassung der US-Wirtschaft geben.
Nicht zum ersten Mal in dieser Legislaturperiode steht die Statistikbehörde vor diesem Problem. Nach dem rekordlangen Stillstand im vergangenen Jahr, der sich bis Anfang November hinzog, musste das BLS bereits eine Reihe routinemäßiger Veröffentlichungen verschieben. Die Behörde hatte sich gerade erst von diesem Vorfall erholt.
Weitere Wirtschaftsdaten betroffen
Neben dem Arbeitsmarktbericht ist auch die für Dienstag angesetzte Erhebung zu offenen Stellen und Personalfluktuation (JOLTS) von der Verzögerung betroffen. Das BLS veröffentlicht zudem regelmäßig den Verbraucherpreisindex sowie Import- und Exportdaten. Ob auch das Handelsministerium mit Verzögerungen bei seiner Berichterstattung rechnen muss, war zunächst nicht bekannt.
Der Arbeitsmarktbericht umfasst zwei zentrale Erhebungen: Die Anzahl der von Unternehmen gemeldeten Neueinstellungen liefert die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft. Eine parallel durchgeführte Haushaltsumfrage erfasst, wie viele Personen angeben, eine Beschäftigung zu haben – diese Daten dienen zur Berechnung der Arbeitslosenquote.
Politische Pattsituation in Washington
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Zur AktienanalyseDie Regierung schloss am Samstag erneut ihre Pforten, nachdem der Kongress es versäumt hatte, fristgerecht einen Ausgabenplan vorzulegen. Einer der Hauptstreitpunkte war die Finanzierung des Ministeriums für Innere Sicherheit. Die Diskussionen entzündeten sich an den Bemühungen der Behörde zur Eindämmung illegaler Einwanderung.
Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, zeigte sich am Wochenende optimistisch. Er erklärte, er erwarte eine Lösung der Pattsituation bis Dienstag. Bis dahin bleiben die Finanzmärkte ohne die wichtigen Arbeitsmarktdaten, die normalerweise erheblichen Einfluss auf Anlageentscheidungen haben.


