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US-Arbeitsmarkt überrascht positiv: 130.000 neue Jobs im Januar

Beschäftigungswachstum übertrifft Erwartungen deutlich – Arbeitslosenquote sinkt auf 4,3 Prozent

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US-Arbeitsmarkt überrascht positiv: 130.000 neue Jobs im Januar

Der US-Arbeitsmarkt hat zu Jahresbeginn 2026 deutlich mehr Stellen geschaffen als von Experten erwartet. Im Januar entstanden außerhalb der Landwirtschaft 130.000 neue Arbeitsplätze, wie das Bureau of Labor Statistics (BLS) am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Zuwachs von 55.000 Stellen gerechnet.

Die Arbeitslosenquote sank leicht auf 4,3 Prozent, nachdem Ökonomen mit einem unveränderten Wert von 4,4 Prozent gerechnet hatten. Ein umfassenderes Arbeitsmarktmaß, das auch entmutigte Arbeitssuchende und unfreiwillig Teilzeitbeschäftigte einschließt, fiel deutlich von 8,4 auf 8,0 Prozent. Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die Zahlen: Aktien-Futures legten zu, ebenso die Renditen von US-Staatsanleihen.

Der Bericht erschien mit fast einwöchiger Verspätung aufgrund des teilweisen Regierungsstillstands, der am 3. Februar endete. Gleichzeitig veröffentlichte das BLS die finalen Benchmark-Revisionen für das Jahr bis März 2025. Diese zeigten eine Abwärtskorrektur von insgesamt 898.000 Stellen – etwas weniger als die im September geschätzte Revision von 911.000, aber weitgehend im Rahmen der Markterwartungen.

Gesundheitswesen treibt Jobwachstum

Wie gewohnt dominierte das Gesundheitswesen mit 82.000 neu geschaffenen Stellen das Beschäftigungswachstum. Der Bereich soziale Dienste steuerte weitere 42.000 Arbeitsplätze bei – zusammen verantworteten beide Sektoren nahezu den gesamten Stellenaufbau. Das Baugewerbe verzeichnete mit 33.000 neuen Jobs einen bemerkenswerten Zuwachs, nachdem der Sektor im Vorjahr kaum Wachstum gezeigt hatte.

Dem standen allerdings Rückgänge in anderen Bereichen gegenüber. Die Bundesverwaltung verlor 34.000 Stellen, teilweise durch verzögerte Kündigungen im Rahmen der Kürzungen durch das "Department of Government Efficiency". Der Finanzdienstleistungssektor baute 22.000 Arbeitsplätze ab.

Gedämpfte Erwartungen nach schwachem Vorjahr

Die Erwartungen an den Bericht waren im Vorfeld deutlich zurückgenommen worden. Mehrere Vorabindikatoren hatten auf schwaches Wachstum im Privatsektor, steigende Entlassungspläne und rückläufige Stellenangebote hingedeutet. Selbst Kevin Hassett, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates im Weißen Haus, hatte die Erwartungen gedämpft.

Das Jahr 2025 war durchweg von bescheidenen Zuwächsen geprägt, mit mehreren Monaten negativen Beschäftigungswachstums. Jeder Monat des Jahres wies nachträglich Abwärtskorrekturen auf. Präsident Donald Trump hatte im August die ehemalige BLS-Kommissarin Erika McEntarfer entlassen, nachdem er die umfangreichen Abwärtskorrekturen kritisiert hatte.

Experten führen die Arbeitsmarktschwäche unter anderem auf das harte Vorgehen der Regierung gegen illegale Einwanderung zurück, das die Arbeitsnachfrage dämpfte. Zudem herrscht Unsicherheit über geplante Zölle und die Inflationsentwicklung, was viele Unternehmen veranlasst, Neueinstellungen zurückzustellen. Die aktuellen Zahlen deuten jedoch darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt stabiler zeigt als befürchtet.

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