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US-Arbeitsmarkt schwächt sich ab: Stellenangebote fallen auf Jahrestief

Der amerikanische Arbeitsmarkt zeigt deutliche Ermüdungserscheinungen. Im November sank die Zahl der offenen Stellen unerwartet stark auf 7,146 Millionen – der niedrigste Stand seit September 2024. Auch die Einstellungstätigkeit ging merklich zurück, was

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US-Arbeitsmarkt schwächt sich ab: Stellenangebote fallen auf Jahrestief

Die jüngsten Zahlen des US-Arbeitsministeriums zeichnen ein ernüchterndes Bild vom amerikanischen Jobmarkt. Die Zahl der offenen Stellen fiel im November um 303.000 auf 7,146 Millionen – deutlich unter den Erwartungen von 7,6 Millionen. Gleichzeitig gingen auch die Neueinstellungen um 253.000 auf 5,115 Millionen zurück. Die Quote der offenen Stellen sank von 4,5 auf 4,3 Prozent.

Gastronomie und Gesundheitswesen besonders betroffen

Der Stellenabbau konzentrierte sich vor allem auf die Bereiche Beherbergung und Gastronomie mit einem Minus von 148.000 Positionen sowie Gesundheitswesen und soziale Dienste mit 66.000 weniger Stellen. Auch der Großhandel (-63.000) und staatliche Stellen (-89.000) verzeichneten deutliche Rückgänge. Gegen den Trend stiegen die Stellenangebote im Baugewerbe um 90.000 und im Einzelhandel um 121.000, vermutlich als Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft.

Politische Unsicherheit und KI-Integration bremsen Einstellungen

Ökonomen sehen mehrere Gründe für die Zurückhaltung der Arbeitgeber. "Die Unternehmen sind vorsichtig wegen der politischen Unsicherheiten, insbesondere bei den angekündigten Importzöllen", erklärt Marc Giannoni, Chefökonom bei Barclays. Hinzu kommt der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz, der in bestimmten Bereichen den Personalbedarf reduziert. Das Verhältnis von offenen Stellen zu Arbeitslosen fiel auf 0,91 – der niedrigste Wert seit März 2021.

Entlassungen bleiben niedrig, aber Kündigungen steigen

Trotz des Stellenrückgangs bleiben die Entlassungszahlen mit 1,687 Millionen auf historisch niedrigem Niveau. Die freiwilligen Kündigungen stiegen leicht auf 3,161 Millionen, was einer Austrittsquote von 2,0 Prozent entspricht. Sarah House von Wells Fargo warnt jedoch: "Die niedrige Rate freiwilliger Abgänge könnte bedeuten, dass Arbeitgeber bei Personalabbau zunehmend auf Entlassungen zurückgreifen müssen."

Fed dürfte Zinsen stabil halten

Die schwachen Arbeitsmarktdaten stützen die Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinssätze im Januar unverändert lassen wird. Für Freitag wird der offizielle Arbeitsmarktbericht erwartet, der einen Stellenzuwachs von 60.000 im Dezember zeigen dürfte. Die Arbeitslosenquote soll nach dem Anstieg auf 4,6 Prozent im November wieder auf 4,5 Prozent gefallen sein.

Wirtschaft zeigt weiter Stärke

Die Eintrübung am Arbeitsmarkt steht im Kontrast zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung. Ein separater Bericht des Institute for Supply Management zeigte, dass der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Dezember auf 54,4 stieg. Dies deutet auf eine anhaltend robuste Dynamik in der US-Wirtschaft hin, trotz der strukturellen Herausforderungen am Arbeitsmarkt.

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