US-Arbeitsmarkt schwächelt: Nur 22.000 neue Jobs im Januar
ADP-Bericht zeigt deutlich geringeres Beschäftigungswachstum als erwartet – Verluste im verarbeitenden Gewerbe belasten

Die US-Privatwirtschaft hat im Januar deutlich weniger Arbeitsplätze geschaffen als von Experten erwartet. Laut dem am Mittwoch veröffentlichten ADP-Beschäftigungsbericht entstanden lediglich 22.000 neue Stellen, wie der Dienstleister ADP mitteilte. Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Zuwachs von 48.000 Jobs gerechnet.
Die schwache Entwicklung ist vor allem auf Stellenabbau in wichtigen Wirtschaftssektoren zurückzuführen. Der Bereich der freiberuflichen und geschäftlichen Dienstleistungen verzeichnete einen Rückgang um 57.000 Arbeitsplätze, während das verarbeitende Gewerbe 8.000 Stellen abbaute. Auch die Dezember-Zahlen wurden nachträglich von 41.000 auf 37.000 neue Jobs nach unten korrigiert.
Positiv entwickelte sich hingegen der Sektor Bildung und Gesundheitswesen mit einem Plus von 74.000 Stellen. Das Baugewerbe legte um 9.000 Arbeitsplätze zu. Auch in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Freizeit, Gastgewerbe sowie Handel und Transport gab es moderate Zuwächse.
Lohnwachstum verlangsamt sich
Beim Lohnwachstum zeigt sich ein gemischtes Bild: Arbeitnehmer, die den Job wechselten, verzeichneten im Jahresvergleich ein Lohnplus von 6,4 Prozent – ein Rückgang gegenüber 6,6 Prozent im Dezember. Bei Beschäftigten, die in ihrer Position verblieben, blieb das Wachstum mit 4,5 Prozent nahezu unverändert.
Die US-Finanzmärkte reagierten kaum auf die schwachen Beschäftigungsdaten. Der ADP-Report, der gemeinsam mit dem Stanford Digital Economy Lab erstellt wird, gilt allerdings als weniger verlässlicher Indikator im Vergleich zum offiziellen Arbeitsmarktbericht des US-Arbeitsministeriums.
Fed sieht Stabilisierung am Arbeitsmarkt
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Zur AktienanalyseÖkonomen beschreiben den aktuellen Arbeitsmarkt als "Low-Hire, Low-Fire"-Zustand – geringe Einstellungen bei gleichzeitig wenigen Entlassungen. Als Ursachen gelten Importzölle und die zunehmende Verbreitung künstlicher Intelligenz. Fed-Chef Jerome Powell erklärte vergangene Woche, dass sich die Arbeitsmarktbedingungen nach einer Phase allmählicher Abschwächung möglicherweise stabilisieren würden.
Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Der für Freitag geplante offizielle Beschäftigungsbericht des Arbeitsministeriums wurde aufgrund des dreitägigen Government Shutdowns verschoben, der am Dienstag endete.


