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US-Arbeitsmarkt: Privatsektor schafft im Februar 63.000 neue Stellen

Der ADP-Bericht zeigt einen deutlichen Stellenzuwachs – und übertrifft die Erwartungen der Ökonomen.

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US-Arbeitsmarkt: Privatsektor schafft im Februar 63.000 neue Stellen

Die US-Privatwirtschaft hat im Februar 63.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das geht aus dem monatlichen ADP-Beschäftigungsbericht hervor, der in Zusammenarbeit mit dem Stanford Digital Economy Lab erstellt wird. Damit übertraf der Zuwachs die Prognosen der von Reuters befragten Ökonomen, die lediglich mit einem Plus von 50.000 Stellen gerechnet hatten.

Der Januar-Wert wurde zudem nach unten korrigiert: Statt der ursprünglich gemeldeten 22.000 neuen Stellen verzeichnete die Privatwirtschaft im ersten Monat des Jahres nur 11.000 Beschäftigungszuwächse. Der Februar-Wert markiert damit eine deutliche Erholung gegenüber dem schwachen Jahresauftakt.

Der ADP-Bericht gilt als Vorläufer des offiziellen Arbeitsmarktberichts des Bureau of Labor Statistics (BLS), der am Freitag veröffentlicht wird. Allerdings ist der ADP-Bericht historisch gesehen kein zuverlässiger Indikator für die BLS-Daten. Ökonomen erwarten für den BLS-Bericht einen Anstieg der Gesamtbeschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um rund 59.000 Stellen.

Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent erwartet

Für die private Beschäftigung laut BLS prognostizieren Experten einen Zuwachs von 65.000 Stellen, nach einem deutlich stärkeren Plus von 172.000 im Januar. Die Arbeitslosenquote soll sich stabil bei 4,3 Prozent gehalten haben. Der US-Arbeitsmarkt hatte sich zuletzt stabilisiert, nachdem er im vergangenen Jahr durch handelspolitische Unsicherheiten – insbesondere durch Importzölle – unter Druck geraten war.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte im vergangenen Monat die weitreichenden Notstandszölle von Präsident Donald Trump gekippt. Trump reagierte umgehend mit einem weltweiten Zoll von 10 Prozent für 150 Tage, den er später auf 15 Prozent anhob. Diese handelspolitischen Entwicklungen belasten weiterhin die wirtschaftliche Planungssicherheit.

Federal Reserve dürfte Leitzins unverändert lassen

Die Kombination aus einem stabilen Arbeitsmarkt und anhaltend hoher Inflation dürfte die US-Notenbank Federal Reserve dazu bewegen, den Leitzins im März unverändert zu lassen. Aktuell liegt der Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, wo er bereits seit Januar verharrt. Händler haben ihre Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen in diesem Jahr bereits deutlich zurückgeschraubt.

Zusätzlichen Inflationsdruck erzeugt der US-israelische Luftkrieg gegen den Iran, der die Öl- und Erdgaspreise in die Höhe treibt. Die Vergeltungsmaßnahmen Teherans verschärfen die Lage weiter und nähren Befürchtungen, dass der Konflikt die Inflation zusätzlich anheizen könnte. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Juni ist vor diesem Hintergrund deutlich gesunken.

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