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US-Arbeitsmarkt im Mai: Starke Jobzahlen treiben Renditen hoch

172.000 neue Stellen im Mai bestätigen die Erholung des US-Arbeitsmarkts und lassen kurzfristige Zinsen steigen.

US-Arbeitsmarkt im Mai: Starke Jobzahlen treiben Renditen hoch

Die US-Wirtschaft hat im Mai erneut kräftige Beschäftigungszuwächse verzeichnet. Laut dem US-Arbeitsministerium stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im vergangenen Monat um 172.000 Stellen. Damit setzt sich die Erholung des amerikanischen Arbeitsmarkts nach den Schwierigkeiten des Vorjahres fort.

Der Aprilwert wurde nach einer Revision auf 179.000 neue Stellen beziffert. Die Zahlen stammen aus dem viel beachteten monatlichen Arbeitsmarktbericht des US-Arbeitsministeriums, der zu den wichtigsten Konjunkturindikatoren weltweit zählt und regelmäßig starke Reaktionen an den Finanzmärkten auslöst.

Zinsen und Renditen unter Druck

Die starken Arbeitsmarktdaten ließen am Freitagmorgen die kurzfristigen Zinsen steigen. Als zusätzlicher Belastungsfaktor wirkte dabei die kriegsbedingte Inflation im Iran, die das Marktumfeld zusätzlich beeinflusste. Steigende Beschäftigungszahlen signalisieren den Märkten in der Regel eine robuste Wirtschaft, was die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve befeuert.

Für deutsche Anleger sind diese Entwicklungen von besonderer Bedeutung: Steigende US-Renditen wirken sich erfahrungsgemäß auch auf europäische Anleihemärkte aus und können den US-Dollar gegenüber dem Euro stärken. Zudem beobachten Investoren weltweit die amerikanischen Arbeitsmarktdaten als Frühindikator für die globale Konjunkturentwicklung.

Hintergrund: Bedeutung des US-Arbeitsmarktberichts

Der monatliche Arbeitsmarktbericht – im Englischen als „Non-Farm Payrolls" bekannt – gilt als einer der einflussreichsten Wirtschaftsberichte überhaupt. Er erfasst die Beschäftigungsentwicklung außerhalb des Agrarsektors und liefert damit ein breites Bild der wirtschaftlichen Lage in den USA. Von Reuters befragte Ökonomen hatten die Zahlen im Vorfeld mit Spannung erwartet.

Die aktuellen Daten bestätigen, dass der US-Arbeitsmarkt nach einer schwächeren Phase wieder an Fahrt gewinnt. Zwei aufeinanderfolgende Monate mit Beschäftigungszuwächsen von jeweils rund 170.000 bis 180.000 Stellen gelten als solides Wachstum und deuten auf eine stabile wirtschaftliche Grundlage hin. Für Anleger bedeutet dies, dass die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Fed gedämpft bleiben könnten, da ein starker Arbeitsmarkt den Notenbanken weniger Spielraum für geldpolitische Lockerungen lässt.

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