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US-Arbeitsmarkt im Februar: Schwächeres Stellenwachstum erwartet

Der mit Spannung erwartete Jobbericht könnte die Fed in ihrer abwartenden Zinspolitik bestätigen.

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US-Arbeitsmarkt im Februar: Schwächeres Stellenwachstum erwartet

Am Freitag veröffentlicht das US-Arbeitsministerium seinen monatlichen Arbeitsmarktbericht für Februar 2026. Ökonomen rechnen mit einem schwächeren Stellenaufbau als zuletzt, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich stabil bei 4,3 Prozent verharrt. Der Bericht erscheint in einem turbulenten Marktumfeld, das maßgeblich durch die Handelspolitik von Präsident Donald Trump geprägt wird.

Die umfassenden Zölle der Trump-Administration haben laut Experten erhebliche Unsicherheit in der US-Wirtschaft ausgelöst. Unternehmen zögern bei Einstellungsentscheidungen, was sich im schwächeren Stellenaufbau widerspiegeln dürfte. Seit Jahresbeginn 2025 geriet der Arbeitsmarkt dadurch spürbar ins Straucheln.

Federal Reserve hält vorerst an Zinspause fest

Der erwartete Bericht dürfte die Federal Reserve in ihrer vorsichtigen Haltung bestärken. Die US-Notenbank hat zuletzt keine Eile gezeigt, ihren Zinssenkungszyklus wieder aufzunehmen. Für deutsche Anleger ist dies relevant, da die Fed-Politik den Euro-Dollar-Kurs und damit europäische Exportchancen direkt beeinflusst.

Ein zusätzlicher Inflationstreiber verschärft die Lage: Seit den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran am vergangenen Wochenende sind die Benzinpreise für US-Verbraucher um mehr als 20 Cent pro Gallone gestiegen. Dieser Anstieg droht die Inflation erneut anzuheizen und macht Zinssenkungen noch unwahrscheinlicher. Der Konflikt im Nahen Osten bleibt damit ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Geldpolitik.

Geopolitik trifft Geldpolitik

Die Kombination aus steigenden Energiepreisen, Handelsunsicherheiten und einem robusten, aber abkühlenden Arbeitsmarkt stellt die Fed vor ein klassisches Dilemma. Einerseits signalisiert ein schwächerer Jobaufbau möglichen Handlungsbedarf, andererseits verhindert der Inflationsdruck voreilige Zinssenkungen. Marktbeobachter erwarten daher, dass die Fed ihre Zinsen in den kommenden Monaten unverändert lässt.

Für Investoren bleibt der Freitagsbericht ein wichtiger Gradmesser. Fällt der Stellenaufbau deutlich schwächer als erwartet aus, könnte dies die Aktienmärkte belasten und den US-Dollar unter Druck setzen. Gleichzeitig würden stärker als erwartete Zahlen Spekulationen über eine baldige Zinssenkung weiter dämpfen.

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