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US-Arbeitsmarkt: Erstanträge steigen leicht auf 200.000

Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind minimal gestiegen. Das Arbeitsministerium meldet 200.000 Anträge – deutlich unter den Erwartungen von 210.000.

US-Arbeitsmarkt: Erstanträge steigen leicht auf 200.000

Die Erstanträge auf staatliche Arbeitslosenunterstützung in den Vereinigten Staaten sind in der Woche zum 17. Januar um 1.000 auf saisonbereinigte 200.000 gestiegen. Dies teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 210.000 Anträgen gerechnet, womit die tatsächlichen Zahlen die Erwartungen deutlich unterschritten.

Saisonale Schwankungen beeinflussen Daten

Die Antragszahlen zeigten in den vergangenen Wochen erhebliche Schwankungen. Grund dafür sind Schwierigkeiten bei der saisonalen Bereinigung der Daten rund um die Feiertage zum Jahresende. Trotz dieser Volatilität bleibt der US-Arbeitsmarkt in einer Phase geringer Einstellungs- und Entlassungsaktivität. Ökonomen und politische Entscheidungsträger sprechen von einem stabilen, aber wenig dynamischen Zustand.

Trump-Politik und KI-Investitionen bremsen Arbeitsmarkt

Experten führen die verhaltene Entwicklung auf mehrere Faktoren zurück. Die aggressive Handels- und Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump hat sowohl die Nachfrage als auch das Angebot an Arbeitskräften reduziert. Zudem herrscht bei vielen Unternehmen Unsicherheit über den künftigen Personalbedarf. Der Grund: Massive Investitionen in künstliche Intelligenz machen es schwer abzuschätzen, wie viele Mitarbeiter langfristig benötigt werden.

Folgeanträge sinken deutlich

Die Zahl der Personen, die nach einer ersten Woche weiterhin Arbeitslosenunterstützung beziehen, sank in der Woche zum 10. Januar um 26.000 auf 1,849 Millionen. Diese sogenannten Folgeanträge gelten als Indikator für Neueinstellungen. Ein Teil des Rückgangs ist allerdings darauf zurückzuführen, dass einige Arbeitslose ihren Leistungsanspruch ausgeschöpft haben, der in den meisten Bundesstaaten auf 26 Wochen begrenzt ist.

Arbeitsmarktbericht zeigt schwache Dynamik

Die Antragsdaten decken den Zeitraum ab, in dem die Regierung Arbeitgeber für den Januar-Arbeitsmarktbericht befragte. Im Dezember waren lediglich 50.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden – ein Wert, der etwa dem Monatsdurchschnitt für 2025 entspricht. Die für nächsten Monat erwartete Benchmark-Revision des Bureau of Labor Statistics dürfte zeigen, dass der Verlust an Dynamik bereits 2024 begann.

Massive Korrektur der Beschäftigungszahlen erwartet

Das BLS schätzt, dass in den zwölf Monaten bis März 2025 etwa 911.000 weniger Arbeitsplätze geschaffen wurden als ursprünglich gemeldet. Die Überzählung wird auf das sogenannte Geburten-Todes-Modell zurückgeführt, das die Arbeitsplatzeffekte von Unternehmensgründungen und -schließungen abschätzt. Ab dem Januar-Bericht wird das BLS dieses Modell überarbeiten und monatlich aktuelle Stichprobeninformationen einbeziehen.

Schwierige Lage für Arbeitssuchende

Trotz der niedrigen Antragszahlen bleibt die Situation für entlassene Arbeitnehmer herausfordernd. Viele finden nur schwer neue Beschäftigungsmöglichkeiten, wie aktuelle Verbraucherumfragen zeigen. Dies deutet auf einen Arbeitsmarkt hin, der zwar stabil ist, aber kaum neue Chancen bietet. Für deutsche Anleger mit US-Investments sind diese Entwicklungen relevant, da sie die Wirtschaftsdynamik und damit auch die Unternehmensgewinne beeinflussen können.

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