ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Arbeitsmarkt: Arbeitslosenzahlen fallen überraschend stark

Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind unerwartet auf 198.000 gesunken. Ökonomen hatten mit deutlich höheren Werten gerechnet.

US-Arbeitsmarkt: Arbeitslosenzahlen fallen überraschend stark

Die Erstanträge auf staatliche Arbeitslosenhilfe in den USA sind in der Woche bis zum 10. Januar überraschend um 9.000 auf 198.000 gefallen. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten deutlich höhere 215.000 Anträge prognostiziert.

Saisonale Verzerrungen beeinflussen Datenlage

Der unerwartete Rückgang der Anträge dürfte jedoch primär auf Schwierigkeiten bei der saisonalen Bereinigung der Daten zurückzuführen sein. Die Feiertage zum Jahresende und der Jahresbeginn erschweren traditionell die statistische Auswertung. An der grundsätzlichen Dynamik des US-Arbeitsmarktes hat sich wenig geändert: Die Entlassungen bleiben auf niedrigem Niveau, während die Neueinstellungen weiterhin schleppend verlaufen.

Trump-Politik bremst Arbeitsmarkt

Ökonomen sehen in der aggressiven Handels- und Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump einen dämpfenden Faktor für den Arbeitsmarkt. Diese Politik reduziere sowohl die Nachfrage nach als auch das Angebot an Arbeitskräften. Hinzu kommt die Unsicherheit vieler Unternehmen bezüglich ihres künftigen Personalbedarfs, da massive Investitionen in künstliche Intelligenz die Einstellungspolitik verändern.

Federal Reserve meldet stagnierende Beschäftigung

Der am Mittwoch veröffentlichte Beige Book-Bericht der US-Notenbank Federal Reserve bestätigt die verhaltene Entwicklung. "Die Beschäftigung blieb Anfang Januar größtenteils unverändert", heißt es in dem Bericht. Mehrere Fed-Distrikte meldeten einen Anstieg bei der Nutzung von Zeitarbeitskräften. Ein Kontakt erklärte, dies erlaube es Unternehmen, "in unsicheren Zeiten flexibel zu bleiben". Wenn überhaupt eingestellt wurde, geschah dies laut Fed "meist zur Wiederbesetzung vakanter Stellen und nicht zur Schaffung neuer Positionen".

Schwächstes Beschäftigungswachstum seit fünf Jahren

Die offiziellen Arbeitsmarktdaten zeigen ein deutlich verlangsamtes Tempo. Im Dezember entstanden lediglich 50.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Für das Gesamtjahr 2025 wurden nur 584.000 neue Arbeitsplätze geschaffen – der schwächste Wert seit fünf Jahren. Dies entspricht einem monatlichen Durchschnitt von etwa 49.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote sank zwar von 4,5 Prozent im November auf 4,4 Prozent im Dezember, doch die Langzeitarbeitslosigkeit bleibt ein Problem.

Weniger Bezieher von Arbeitslosenhilfe

Einen positiven Indikator liefert die Zahl der fortgesetzten Arbeitslosenhilfe-Anträge, die als Maßstab für Neueinstellungen gilt. Diese sank in der Woche bis zum 3. Januar um 19.000 auf 1,884 Millionen. Dies deutet darauf hin, dass Arbeitslose zumindest graduell wieder in Beschäftigung kommen.

Us-ArbeitsmarktArbeitslosenzahlenArbeitslosenhilfeFederal ReserveTrump-Politik

Disclaimer