US-Arbeitsmarkt: 862.000 Jobs weniger als ursprünglich gemeldet
Bureau of Labor Statistics korrigiert Beschäftigungszahlen bis März deutlich nach unten

Das US-Arbeitsministerium hat die offiziellen Beschäftigungszahlen für den Zeitraum bis März 2025 um 862.000 Stellen nach unten korrigiert. Die Revision fiel damit etwas geringer aus als die im August geschätzte Korrektur von 911.000 Jobs.
Die Anpassung basiert auf dem Quarterly Census of Employment and Wages, einer umfassenden Erhebung der tatsächlichen Lohnsteuerdaten. Diese jährliche Benchmark-Revision gilt als deutlich genauer als die monatlichen Schätzungen und wird vom Bureau of Labor Statistics (BLS) regelmäßig durchgeführt.
Ökonomen hatten im Vorfeld mit einer Abwärtskorrektur zwischen 750.000 und 900.000 Stellen gerechnet. Die nun veröffentlichten Zahlen liegen damit im oberen Bereich der Erwartungen und bestätigen, dass der US-Arbeitsmarkt schwächer war als zunächst angenommen.
Deutliche Auswirkungen auf 2025-Bilanz
Besonders gravierend sind die Folgen für das Gesamtjahr 2025: Die saisonbereinigte Veränderung der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft wurde von ursprünglich 584.000 auf nur noch 181.000 neue Stellen nach unten revidiert. Dies entspricht einer Korrektur um mehr als zwei Drittel.
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Zur AktienanalyseDie nicht saisonbereinigten Zahlen zeigen, dass die Beschäftigungsentwicklung über den gesamten Zwölfmonatszeitraum deutlich verhaltener verlief als die monatlichen Berichte suggerierten. Für Anleger und Zentralbanker sind diese Daten von erheblicher Bedeutung, da sie ein realistischeres Bild der tatsächlichen Arbeitsmarktlage zeichnen.
Die Revision unterstreicht die Herausforderungen bei der Echtzeiterfassung von Arbeitsmarktdaten und könnte Auswirkungen auf die Geldpolitik der Federal Reserve haben. Ein schwächerer Arbeitsmarkt könnte den Spielraum für weitere Zinsschritte beeinflussen.


