ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Anleihenmärkte: High-Yield und Investment-Grade mit starken Zuflüssen

Gemischte Woche für US-Anleihenfonds: Hochzinsanleihen und Investment-Grade-Papiere ziehen Milliarden an, Staatsanleihen verlieren.

US-Anleihenmärkte: High-Yield und Investment-Grade mit starken Zuflüssen

US-Anleihenfonds haben in der Woche bis Mittwoch ein uneinheitliches Bild bei den Kapitalflüssen gezeigt. Während Hochzinsanleihen und Investment-Grade-Papiere deutliche Zuflüsse verzeichneten, zogen Anleger aus Staatsanleihenfonds und Hypothekenfonds Kapital ab. Das geht aus Daten des Finanzdienstleisters LSEG Lipper hervor.

Besonders auffällig war die Trendwende bei Hochzinsanleihen, auch bekannt als High-Yield-Bonds: Diese Fonds verzeichneten Zuflüsse von 881,8 Millionen US-Dollar, nachdem in der Vorwoche noch Abflüsse von 65,3 Millionen US-Dollar zu Buche gestanden hatten. High-Yield-Anleihen gelten als risikoreichere Schuldtitel mit höheren Zinsen, die von Unternehmen mit niedrigerer Bonität ausgegeben werden.

Investment-Grade-Fonds mit starkem Kapitalzufluss

Noch deutlicher fielen die Zuflüsse bei kurz- und mittelfristigen Investment-Grade-Anleihenfonds aus. Diese Kategorie verbuchte Mittelzuflüsse von 3,77 Milliarden US-Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber den bereits soliden 2,39 Milliarden US-Dollar der Vorwoche. Investment-Grade-Anleihen sind Schuldtitel von Emittenten mit hoher Kreditwürdigkeit und gelten als vergleichsweise sichere Anlage.

Einen klaren Gegentrend zeigten dagegen Staatsanleihenfonds: Sie verzeichneten Abflüsse von 2,28 Milliarden US-Dollar. Das ist eine deutliche Kehrtwende gegenüber der Vorwoche, in der noch Zuflüsse von 1,84 Milliarden US-Dollar registriert worden waren. Staatsanleihen gelten traditionell als sicherer Hafen, verloren in dieser Berichtsperiode jedoch an Attraktivität bei Investoren.

Leveraged-Loan-Fonds mit neunter Zufluss-Woche in Folge

Bemerkenswert ist die anhaltende Stärke bei US-Leveraged-Loan-Fonds. Diese verzeichneten Zuflüsse von 755,5 Millionen US-Dollar, nach 698,7 Millionen US-Dollar in der Vorwoche. Es handelte sich damit um die neunte Woche in Folge mit positiven Kapitalflüssen für diese Fondskategorie. Leveraged Loans sind variabel verzinste Unternehmenskredite, die häufig von Unternehmen mit höherem Verschuldungsgrad aufgenommen werden.

Hypothekenfonds hingegen meldeten Abflüsse von 84,8 Millionen US-Dollar. Auch hier zeigt sich eine Trendwende: In der Vorwoche hatten diese Fonds noch Zuflüsse von 501,3 Millionen US-Dollar angezogen. Hypothekenfonds investieren in hypothekenbesicherte Wertpapiere und reagieren sensibel auf Veränderungen im Zinsumfeld.

Gemischtes Bild am US-Anleihemarkt

Insgesamt spiegeln die Daten eine differenzierte Risikobereitschaft der Anleger wider. Die starken Zuflüsse in Investment-Grade- und High-Yield-Segmente deuten auf eine gewisse Risikobereitschaft hin, während die Abflüsse aus Staatsanleihen auf eine Neuausrichtung der Portfolios hindeuten könnten. Die anhaltende Zufluss-Serie bei Leveraged Loans unterstreicht das anhaltende Interesse an variabel verzinsten Instrumenten in einem herausfordernden Zinsumfeld.

Us-AnleihenfondsHigh-Yield-AnleihenInvestment-GradeKapitalflüsseLeveraged LoansStaatsanleihenLseg Lipper

Disclaimer