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US-Altersvorsorge: 401(k)-Guthaben erreichen historische Rekordstände

Amerikanische Vorsorgekonten verzeichnen 2025 Rekordzuwächse – der Durchschnittswert stieg um fast 20.000 Dollar.

US-Altersvorsorge: 401(k)-Guthaben erreichen historische Rekordstände

Die betriebliche Altersvorsorge in den USA erlebt einen historischen Höhepunkt. Laut dem aktuellen „How America Saves"-Bericht des Vermögensverwalters Vanguard erreichten die durchschnittlichen Guthaben auf 401(k)-Konten Rekordwerte. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie um fast 20.000 Dollar auf 167.970 Dollar – ein beeindruckender Zuwachs, der vor allem auf die starke Aktienmarktentwicklung zurückzuführen ist.

Der Bericht erscheint bereits im 25. Jahr und gilt als eine der wegweisendsten Studien zur betrieblichen Altersvorsorge in den Vereinigten Staaten. Er liefert jährlich ein umfassendes Bild darüber, wie amerikanische Arbeitnehmer für das Alter sparen – und wo noch Nachholbedarf besteht.

Was steckt hinter den Rekordwerten?

Der Großteil des Kapitals in 401(k)-Plänen ist in Aktien investiert. Da die Aktienmärkte im vergangenen Jahr stark performten, profitierten die meisten Sparer unmittelbar von dieser Entwicklung. Für die Mehrheit der Teilnehmer war 2025 damit ein sehr gutes Jahr in der betrieblichen Altersvorsorge.

Neben dem Durchschnittswert liefert der Bericht auch den sogenannten Medianwert der Kontostände – eine Kennzahl, die für Ökonomen und Analysten oft aussagekräftiger ist. Der Median wird nicht durch eine kleine Anzahl von Spitzenverdienern mit sehr hohen Guthaben nach oben verzerrt und spiegelt daher die Realität der breiten Bevölkerung realistischer wider. Dieser Medianwert stieg um knapp 6.000 Dollar auf 44.115 Dollar.

Durchschnitt vs. Median: Ein wichtiger Unterschied

Die Diskrepanz zwischen Durchschnittswert (167.970 Dollar) und Medianwert (44.115 Dollar) ist erheblich und zeigt, dass ein kleiner Teil der Sparer mit sehr hohen Guthaben den Durchschnitt deutlich nach oben zieht. Für die Mehrheit der amerikanischen Arbeitnehmer liegt das tatsächliche Vorsorgekapital also deutlich näher am Medianwert. Diese Unterscheidung ist wichtig, um die eigene finanzielle Situation realistisch einzuordnen.

Für deutsche Leser ist der 401(k)-Plan das amerikanische Pendant zur betrieblichen Altersvorsorge hierzulande. Arbeitnehmer zahlen dabei einen Teil ihres Bruttogehalts steuerbegünstigt in einen Investmentfonds ein, der häufig auch vom Arbeitgeber bezuschusst wird. Das angesparte Kapital wird in der Regel in Aktien- und Anleihenfonds investiert und wächst über die Jahre durch Zins- und Kursgewinne.

Licht und Schatten in der amerikanischen Altersvorsorge

Der Vanguard-Bericht hält ausdrücklich fest, dass Amerika in der Altersvorsorge „vieles richtig macht" – gleichzeitig gibt es aber auch klares Verbesserungspotenzial. Die Rekordstände sind erfreulich, doch der vergleichsweise niedrige Medianwert von 44.115 Dollar verdeutlicht, dass viele Amerikaner noch weit von einer komfortablen Altersvorsorge entfernt sind.

Die Studie liefert damit nicht nur Anlass zur Freude, sondern auch einen wichtigen Denkanstoß: Starke Börsenjahre können Guthaben schnell wachsen lassen – doch strukturelle Lücken in der Sparquote und der Beteiligung an Vorsorgeplänen bleiben eine langfristige Herausforderung für das amerikanische Rentensystem.

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