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US-Aktienpositionierung nach Ausverkauf laut Citi bereinigt

Die Citibank sieht eine schrittweise Bereinigung der US-Aktienpositionierung, warnt aber vor anhaltenden Abwärtsrisiken im Nasdaq.

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US-Aktienpositionierung nach Ausverkauf laut Citi bereinigt

Die Positionierung am US-Aktienmarkt hat sich nach den Kursrückgängen der vergangenen Woche verbessert. Das geht aus einer Mitteilung der Citibank vom Dienstag hervor. Dennoch warnt die Bank, dass erhöhte Engagements in Schlüsselbereichen die Risiken noch nicht vollständig abklingen lassen.

Laut Citi wurde die US-Aktienpositionierung auf P&L-Basis (Gewinn- und Verlustrechnung) nach dem jüngsten Ausverkauf „schrittweise bereinigt". Die Positionierung im S&P 500 habe sich moderat entwickelt, während die Gewinne aus Long-Positionen im Nasdaq von erhöhtem Niveau aus zurückgingen. Für deutsche Anleger, die in US-Technologiewerte investiert sind, ist dies eine relevante Einschätzung eines der weltweit größten Finanzinstitute.

Nasdaq bleibt anfällig für Abwärtsrisiken

Trotz der Bereinigung warnt Citi ausdrücklich, dass die bullishe Positionierung im Nasdaq weiterhin überdehnt bleibe. Das Gesamtbild sei zwar „verbessert, aber immer noch anfällig für Abwärtsrisiken". Die Bank beschreibt dabei einen zweigeteilten Markt: Auf der einen Seite ein aggressiver Aufbau von Short-Positionen, auf der anderen Seite fortbestehende Alt-Long-Positionen.

Besonders brisant: Die meisten Nasdaq-Long-Positionen sollen trotz der jüngsten Kursverluste weiterhin im Gewinn liegen. Dies halte die Abwärtsrisiken asymmetrisch verteilt. Vor allem im Vorfeld anstehender Katalysatoren im Technologiesektor könnte eine Enttäuschung eine erhebliche Auflösung von Long-Positionen auslösen – mit entsprechend negativen Folgen für die Kurse.

Europa verlässt die Phase der Kapitulation

Für den europäischen Markt zeichnet Citi ein konstruktiveres Bild. Der EuroStoxx löse sich von tiefen, bärischen Niveaus, da Short-Positionen zunehmend glattgestellt würden. DAX, FTSE und europäische Bankenwerte bewegten sich demnach wieder in Richtung einer neutralen Bewertung.

Die sich verbessernde P&L-Dynamik habe den Druck auf bestehende Positionen verringert, was laut Citi ein „konstruktiveres kurzfristiges Umfeld" schaffe. Für Anleger mit Fokus auf europäische Aktien, insbesondere den DAX, könnte dies ein positives Signal darstellen.

Asien: Stark divergierende Risikoprofile

In Asien identifiziert Citi die am stärksten voneinander abweichenden Risikoprofile unter den beobachteten Märkten. Der südkoreanische KOSPI sticht dabei durch eine erhöhte bullishe Positionierung hervor und sei dadurch „stark anfällig für jede negative Veränderung des KI-Narrativs". Angesichts der engen Verflechtung Südkoreas mit dem globalen Halbleiter- und KI-Sektor ist diese Einschätzung für technologieaffine Anleger besonders relevant.

Chinas A50-Index sei zwar ebenfalls überdehnt, werde aber durch moderatere Gewinnniveaus gestützt, was den unmittelbaren Verkaufsdruck verringere. Die Positionierung im japanischen Nikkei wurde von Citi als konstruktiv charakterisiert. Der australische S&P/ASX 200 und der Hang Seng hingegen hinken laut der Bank „mit einer anhaltend bärischen Positionierung" hinterher.

Insgesamt zeichnet Citi damit ein differenziertes globales Bild: Während sich die Lage in den USA und Europa schrittweise entspannt, bleiben einzelne Märkte – allen voran der Nasdaq und der KOSPI – strukturell anfällig. Anleger sollten die bevorstehenden Unternehmensergebnisse und Konjunkturdaten im Technologiesektor genau im Blick behalten.

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