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US-Aktienmarkt auf Höchstständen nach US-Iran-Abkommen

Neue Rekorde an der Wall Street: Ein vorläufiges US-Iran-Abkommen beflügelt die Märkte, während Dell nach Quartalszahlen kräftig zulegt.

US-Aktienmarkt auf Höchstständen nach US-Iran-Abkommen

Der US-Aktienmarkt hat am Donnerstag neue Höchststände markiert. Als treibender Faktor gilt eine vorläufige Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran, über die mehrere Medien berichteten. Die Nachricht sorgte für positive Stimmung an den Börsen, wenngleich die Rohölpreise ihre anfänglichen Gewinne im Tagesverlauf wieder abgaben.

Die Futures auf den Dow Jones zeigten sich im nachbörslichen Handel kaum verändert. Gleiches galt für die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq. Die zurückhaltende Bewegung im nachbörslichen Geschäft deutet darauf hin, dass die Märkte die Neuigkeiten zunächst verdauten, bevor weitere Impulse erwartet werden.

Unternehmensberichte im Fokus

Neben den geopolitischen Entwicklungen rückten mehrere Unternehmen mit ihren Quartalszahlen in den Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Dell Technologies (DELL) legte nach der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen kräftig zu und zog damit die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf sich. Auch NetApp (NTAP) und Costco Wholesale (COST) veröffentlichten ihre Ergebnisse über Nacht und standen entsprechend im Fokus der Investoren.

Dell Technologies gehört zu den weltweit führenden Anbietern von IT-Infrastruktur und Technologielösungen. Starke Quartalszahlen können bei einem solchen Schwergewicht oft als Stimmungsindikator für den gesamten Technologiesektor gewertet werden. NetApp ist als Spezialist für Datenspeicherung und Cloud-Lösungen ebenfalls ein wichtiger Gradmesser für die Nachfrage im IT-Bereich. Costco Wholesale wiederum gilt als Barometer für die Konsumstimmung in den USA.

Geopolitik bewegt die Ölmärkte

Die vorläufige Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran hatte zunächst Bewegung in die Rohölmärkte gebracht. Hintergrund ist, dass der Iran zu den bedeutenden Ölproduzenten weltweit zählt und geopolitische Entspannungssignale typischerweise Druck auf die Ölpreise ausüben können. Dass die frühen Gewinne beim Rohöl jedoch wieder abgegeben wurden, zeigt, wie vorsichtig die Marktteilnehmer geopolitische Meldungen dieser Art einordnen.

Für deutsche Anleger sind solche Entwicklungen von besonderer Relevanz, da Ölpreisschwankungen direkte Auswirkungen auf Energiekosten, Inflation und damit auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank haben können. Ein dauerhaftes Abkommen zwischen Washington und Teheran könnte mittelfristig das globale Ölangebot erhöhen und die Energiepreise dämpfen.

Die Kombination aus positiven Unternehmensergebnissen und geopolitischen Entspannungssignalen hat dem US-Aktienmarkt am Donnerstag damit gleich zwei Rückenwindfaktoren beschert. Ob die neuen Höchststände nachhaltig sind, wird maßgeblich davon abhängen, wie sich das US-Iran-Abkommen in den kommenden Wochen konkretisiert und ob die Unternehmensberichte der Berichtssaison weiterhin überzeugen können.

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