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US-Aktienfutures geben nach – Anleger warten auf Fed-Chef Warsh

Märkte unter Druck: Investoren analysieren Aussagen von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh auf EZB-Konferenz in Sintra auf Zinssignale.

US-Aktienfutures geben nach – Anleger warten auf Fed-Chef Warsh

Die US-Aktienfutures geben nach, während die Anleger gespannt auf Äußerungen von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh warten. Seine Kommentare werden genauestens auf Hinweise zum weiteren Zinskurs der US-Notenbank analysiert. Die Nervosität an den Märkten spiegelt die anhaltende Unsicherheit über die künftige Geldpolitik wider.

Warsh nimmt voraussichtlich um 9:00 Uhr ET an einer Podiumsdiskussion auf einer EZB-Konferenz im portugiesischen Sintra teil. Mit ihm auf dem Podium sitzen die Chefs der Europäischen Zentralbank, der Bank of England sowie der Bank of Canada. Das hochkarätige Treffen der wichtigsten Zentralbanker der westlichen Welt macht die Veranstaltung zu einem bedeutenden Ereignis für die globalen Finanzmärkte.

Anleiherenditen nach starken Arbeitsmarktdaten kaum verändert

Die Renditen von US-Staatsanleihen zeigen sich kaum verändert, nachdem sie am Vortag aufgrund starker Zahlen zu den offenen Stellen gestiegen waren. Diese robusten Arbeitsmarktdaten untermauern die Argumente für weitere Zinserhöhungen durch die Fed. Für Anleger ist dies ein zweischneidiges Signal: Ein starker Arbeitsmarkt stützt die Wirtschaft, erhöht aber gleichzeitig den Druck auf die Notenbank, die Zinsen hochzuhalten oder weiter anzuheben.

Die Entwicklung der Anleiherenditen steht in direktem Zusammenhang mit den Erwartungen an die Geldpolitik. Steigende Renditen verteuern Kredite für Unternehmen und Verbraucher und belasten typischerweise die Aktienbewertungen – insbesondere bei wachstumsorientierten Titeln, deren zukünftige Gewinne bei höheren Zinsen weniger wert sind.

Ölpreise geben nach – Iran-Verhandlungen schüren Hoffnung

Die Ölpreise geben ebenfalls nach. Hintergrund ist die Meldung, dass US-Präsident Trump seinen Beratern mitgeteilt hat, mit einer Fortsetzung der Verhandlungen mit Teheran über die Frist vom 18. August hinaus einverstanden zu sein. Diese Entwicklung schürt die Hoffnung, dass die Feindseligkeiten im Nahen Osten nicht erneut aufflammen werden – ein wichtiger Faktor für die globale Ölversorgung.

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten gelten traditionell als einer der wichtigsten Preistreiber am Ölmarkt. Die Aussicht auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt nimmt entsprechend Druck aus dem Markt.

Goldpreis fällt unter 4.000 Dollar

Der Goldpreis fiel wieder unter die Marke von 4.000 US-Dollar pro Feinunze. Als Belastungsfaktor gilt die Aussicht auf höhere Zinssätze. Gold wirft keine laufenden Erträge ab und verliert daher an Attraktivität, wenn Anleger mit festverzinslichen Anlagen höhere Renditen erzielen können. Der Rückgang unter die psychologisch wichtige 4.000-Dollar-Marke dürfte das Sentiment im Edelmetallsektor kurzfristig belasten.

Insgesamt zeigt sich das Marktbild vor dem Hintergrund der Sintra-Konferenz angespannt. Die Aussagen der führenden Zentralbanker – allen voran von Fed-Chef Warsh – dürften die Richtung für Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Währungen in den kommenden Handelstagen maßgeblich mitbestimmen.

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