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US-Aktienfonds: Zuflüsse steigen um 80 Prozent dank Nahost-Optimismus

Hoffnungen auf einen Waffenstillstand im Nahen Osten und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus beflügeln US-Fondskäufe massiv.

US-Aktienfonds: Zuflüsse steigen um 80 Prozent dank Nahost-Optimismus

US-Anleger haben in der Woche bis zum 8. April ihre Käufe von Aktienfonds deutlich ausgeweitet. Laut Daten von LSEG Lipper erwarben sie US-Aktienfonds im Nettowert von 9,76 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von rund 80 Prozent gegenüber den Käufen der Vorwoche in Höhe von 5,42 Milliarden Dollar. Treiber dieser Entwicklung waren Hoffnungen auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand im Nahen Osten.

Im Mittelpunkt der Erwartungen stand die mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormus für den Öl- und Gastransport. Israel bemühte sich am Donnerstag um Gespräche mit dem Libanon, noch vor den für Samstag geplanten Friedensverhandlungen zwischen Washington und Teheran. Diese diplomatischen Signale weckten bei Investoren weltweit Hoffnungen auf eine Deeskalation in der Region.

Sektorfonds mit erstem Nettozufluss seit drei Wochen

Besonders auffällig war die Rückkehr der Anleger in Sektorfonds: Sie kauften diese im Gesamtwert von 2,84 Milliarden Dollar und verzeichneten damit den ersten wöchentlichen Nettozufluss seit drei Wochen. Technologiefonds führten das Feld mit Nettokäufen von 2,43 Milliarden Dollar an. Industriefonds folgten mit 994 Millionen Dollar, während Versorgerfonds Zuflüsse von 494 Millionen Dollar verbuchen konnten.

Diese Sektorverteilung zeigt, dass Anleger trotz des geopolitischen Optimismus auf defensive und wachstumsstarke Bereiche setzen. Technologie gilt als klassischer Wachstumssektor, während Versorger als defensives Investment in unsicheren Zeiten gefragt sind.

Rentenfonds gleichen Vorwochenverluste weitgehend aus

Auch der Rentenmarkt erholte sich spürbar: Rentenfonds verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 9,6 Milliarden Dollar und glichen damit die Abflüsse der Vorwoche von 10,14 Milliarden Dollar weitgehend wieder aus. Besonders gefragt waren kurz- bis mittelfristige Staats- und Treasury-Fonds, die um kräftige 7,28 Milliarden Dollar zulegten – verglichen mit lediglich 366 Millionen Dollar in der Vorwoche.

Darüber hinaus investierten Anleger 866 Millionen Dollar in Kommunalanleihenfonds sowie 709 Millionen Dollar in inflationsgeschützte Fonds. Diese Kombination deutet darauf hin, dass viele Investoren trotz des Optimismus weiterhin auf Absicherung setzen.

Geldmarktfonds verzeichneten unterdessen Bruttozuflüsse von 9,7 Milliarden Dollar. Damit setzten sich die Zuflüsse in dieses als besonders sicher geltende Segment die zweite Woche in Folge fort. Geldmarktfonds gelten als kurzfristiger Parkplatz für Kapital und sind ein Indikator dafür, dass ein Teil der Anleger trotz der positiven Stimmung weiterhin Vorsicht walten lässt und Liquidität bevorzugt.

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