UPS und Stanley Black & Decker: Zwei Industrieaktien für langfristige Anleger
Hohe Dividendenrenditen und laufende Turnarounds machen diese zwei wenig beachteten Industriewerte zu potenziell attraktiven Langfristinvestments.

Zwei Industrieaktien, die bei Anlegern derzeit kaum Beachtung finden, könnten sich langfristig als attraktive Investments erweisen: United Parcel Service (UPS) und Stanley Black & Decker. Beide Unternehmen befinden sich mitten in einem geschäftlichen Turnaround und bieten gleichzeitig überdurchschnittlich hohe Dividendenrenditen – eine Kombination, die für geduldige Langfristanleger interessant sein kann.
Das schwierige Geschäftsumfeld hat die Kurse beider Unternehmen unter Druck gesetzt. Genau darin liegt jedoch für langfristig orientierte Investoren die Chance: Wer in Phasen der Schwäche einsteigt, kann von einer späteren Erholung überproportional profitieren. Analysten des Motley Fool sehen in beiden Titeln Kandidaten, bei denen Anleger in zehn Jahren bereuen könnten, sie 2026 nicht gekauft zu haben.
United Parcel Service: Turnaround mit stattlicher Dividende
UPS, der weltbekannte Paket- und Logistikdienstleister, arbeitet aktiv an einem geschäftlichen Turnaround. Das Unternehmen steht vor der Herausforderung, sein Geschäftsmodell in einem veränderten Marktumfeld neu auszurichten. Trotz dieser Schwierigkeiten schüttet UPS eine bemerkenswert hohe Dividendenrendite von 6,4 Prozent aus – ein Wert, der deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt.
Für deutsche Privatanleger ist eine solche Dividendenrendite besonders attraktiv, da sie in einem Umfeld niedriger Zinsen oder unsicherer Märkte einen stabilen Einkommensstrom bieten kann. Gleichzeitig signalisiert eine hohe Dividendenrendite oft, dass der Aktienkurs bereits stark gefallen ist – was sowohl Risiko als auch Chance bedeutet. Bei UPS spiegelt die Rendite die aktuelle Skepsis des Marktes gegenüber dem Turnaround-Potenzial wider.
Stanley Black & Decker: Erste Erfolgszeichen beim Umbau
Stanley Black & Decker, der bekannte Hersteller von Werkzeugen und Elektrogeräten, befindet sich ebenfalls in einem Transformationsprozess. Anders als bei UPS zeigt der Turnaround bei Stanley Black & Decker bereits erste Erfolgszeichen – ein positives Signal für Anleger, die auf eine nachhaltige Erholung setzen. Die Dividendenrendite des Unternehmens liegt bei 4,2 Prozent und bietet damit ebenfalls eine attraktive laufende Verzinsung.
Stanley Black & Decker ist deutschen Verbrauchern vor allem durch seine Marken im Heimwerker- und Profibereich bekannt. Das Unternehmen ist global aufgestellt und profitiert langfristig von strukturellen Trends wie dem Wachstum im Bereich Heimwerken und Bauen. Die aktuellen Herausforderungen im Geschäftsumfeld haben den Kurs belastet, doch die sichtbaren Fortschritte beim Umbau stimmen optimistisch.
Langfristperspektive entscheidend
Beide Unternehmen eint, dass sie bei Anlegern derzeit wenig gefragt sind. Genau das macht sie aus der Perspektive eines antizyklischen Investors interessant. Wer bereit ist, kurzfristige Schwankungen auszusitzen, könnte von einer langfristigen Erholung profitieren.
Wichtig für Anleger: Turnaround-Investments sind grundsätzlich mit erhöhten Risiken verbunden. Der Erfolg hängt davon ab, ob die jeweiligen Unternehmen ihre Umbaumaßnahmen erfolgreich umsetzen können. Sowohl UPS als auch Stanley Black & Decker befinden sich in einem herausfordernden Geschäftsumfeld, das kurzfristig weitere Belastungen mit sich bringen kann.
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Zur AktienanalyseUPS
: Dividendenrendite 6,4 % – Turnaround läuft, Markt skeptisch
Stanley Black & Decker
: Dividendenrendite 4,2 % – erste Turnaround-Erfolge sichtbar
- Beide Titel gelten als wenig beachtet, aber langfristig aussichtsreich
Für langfristig orientierte Privatanleger, die hohe Dividenden schätzen und bereit sind, Geduld mitzubringen, könnten diese beiden Industriewerte eine überlegenswerte Ergänzung im Depot darstellen.


