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Unternehmen setzen auf Teilzeit-Homeoffice nach der Pandemie

Trotz Rückkehrdebatten bleibt mobiles Arbeiten in vielen Branchen fest etabliert

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Unternehmen setzen auf Teilzeit-Homeoffice nach der Pandemie

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt nachhaltig verändert, und viele Unternehmen halten weiterhin an Teilzeit-Homeoffice-Modellen fest. Eine aktuelle Studie des ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) zeigt, dass insbesondere in der Informationswirtschaft ein großer Teil der Firmen ihren Beschäftigten mindestens einmal wöchentlich die Arbeit von zu Hause aus ermöglicht. Genauer gesagt, arbeiten in 82 Prozent der Unternehmen dieser Branche die Angestellten mindestens einen Tag pro Woche im Homeoffice. Im verarbeitenden Gewerbe, das traditionell stärker an feste Arbeitsorte gebunden ist, liegt dieser Anteil bei 48 Prozent.

Dieser Trend zeigt, dass der Anteil der Unternehmen, die Homeoffice-Optionen anbieten, seit der Pandemie auf einem hohen Niveau konstant bleibt. Vor der Pandemie lag der Anteil der Unternehmen mit Homeoffice-Regelungen in der Informationswirtschaft bei 48 Prozent, im verarbeitenden Gewerbe bei 24 Prozent. Die aktuelle Studie verdeutlicht, dass das Angebot mobiler Arbeitsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren signifikant zugenommen hat.

Ein weiterer interessanter Aspekt der Studie ist die Erkenntnis, dass die Möglichkeit des Vollzeit-Homeoffice, also das Arbeiten an fünf Tagen pro Woche von zu Hause, weniger verbreitet ist. Nur 22 Prozent der Firmen in der Informationswirtschaft erlauben dies, während es vor der Pandemie lediglich zwölf Prozent waren. Diese Entwicklung zeigt, dass das Homeoffice auch nach der Pandemie ein fester Bestandteil der Arbeitswelt bleibt, wenn auch überwiegend im Teilzeitmodell.

Die Studie basiert auf einer repräsentativen Umfrage des ZEW, an der im Juni 2024 rund 1.200 deutsche Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe und der Informationswirtschaft teilnahmen. Dabei wurde unter anderem untersucht, wie viele Beschäftigte im Homeoffice arbeiten und welche Veränderungen in der Nutzung von Homeoffice bis 2026 erwartet werden. Laut den Umfrageergebnissen planen viele Unternehmen, ihr Homeoffice-Angebot weiter auszubauen, insbesondere weil es als wichtiger Anreiz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angesehen wird.

Die Diskussion über die Rückkehr ins Büro ist in den vergangenen Monaten intensiver geworden, vor allem bei großen Unternehmen wie SAP oder der Deutschen Bank. Parallel dazu hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ein Recht auf Homeoffice gefordert, was jedoch bisher noch nicht gesetzlich verankert wurde. Im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung wurde zwar ein solches Recht vereinbart, abhängig von der Art der Tätigkeit, aber konkrete Umsetzungen stehen noch aus.

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