Unternehmen dämmen hohe Strompreise ein
Maßnahmen zur Absicherung gegen Preisschwankungen und der Einsatz erneuerbarer Energien

Energieintensive Unternehmen in Deutschland stehen unter immensem Druck aufgrund der steigenden Strompreise. Besonders betroffen sind Betriebe, die große Mengen an Energie verbrauchen, wie die Richard Neumayer GmbH aus dem Schwarzwald. Dieses Unternehmen, ein mittelständischer Autozulieferer mit 400 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 145 Millionen Euro, hat bereits Maßnahmen ergriffen, um sich gegen die Preisschwankungen auf dem Strommarkt abzusichern. Die Firma nutzt erneuerbare Energien, um ihren Strombedarf teilweise selbst zu decken und unabhängiger von den volatilen Strompreisen zu werden.
Unter der Leitung von Dirk Neumayer, der seit 2011 im Unternehmen tätig ist, hat die Firma eine grüne Ausrichtung eingeschlagen. Auf den Dächern der Werkshallen wurden Solarpaneele installiert, die 1,4 Megawatt Strom erzeugen. Zudem hat das Unternehmen in einen größeren Solarpark in Bayern und ein Windrad in Brandenburg investiert. Insgesamt deckte die Firma im Jahr 2023 28 Prozent ihres Strombedarfs durch selbst erzeugte Energie. Dennoch ist die Firma aufgrund ihres hohen Energiebedarfs, der durch die tägliche Verarbeitung von bis zu 200 Tonnen Stahl entsteht, weiterhin auf externe Stromquellen angewiesen.
Die Herausforderungen, denen sich die Richard Neumayer GmbH gegenübersieht, sind exemplarisch für viele Unternehmen in der energieintensiven Industrie. Um sich gegen Preisschocks abzusichern, setzen viele Unternehmen auf langfristige Lieferverträge mit Stromerzeugern, sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs), oder kaufen Strom direkt an der Börse. Diese Strategien bieten zwar Planungssicherheit, sind jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden.
Zusätzlich zur Eigenproduktion und zu den langfristigen Verträgen verfolgt Neumayer auch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. So wurden beispielsweise die Arbeitsprozesse optimiert, um Energieverluste zu minimieren. Durch die Lagerung von Stahlteilen in speziellen Behältern, die Wärme speichern, kann das Unternehmen den Energieverbrauch senken. Experten betonen, dass die effizienteste Kilowattstunde die ist, die gar nicht erst verbraucht wird.
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Zur AktienanalyseDie energieintensive Industrie in Deutschland sieht sich aber nicht nur mit steigenden Kosten, sondern auch mit regulatorischen Herausforderungen konfrontiert. Unternehmen wie die Richard Neumayer GmbH fordern daher von der Politik, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um eine Zukunft für die energieintensive Produktion in Deutschland zu sichern.


