Unternehmen blicken vorsichtig auf 2026
Umfrage zeigt leichte Verbesserung bei Produktion und Investitionen

Deutsche Unternehmen blicken vorsichtig optimistischer auf das Jahr 2026. Nach einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft unter 49 Wirtschaftsverbänden erwarten erstmals seit längerer Zeit mehr Organisationen eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage als eine Verschlechterung. 19 Verbände rechnen im kommenden Jahr mit einer höheren Produktion oder steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Weitere 18 gehen von einer stabilen Entwicklung aus, während nur noch neun Verbände einen Rückgang prognostizieren. Im Jahr zuvor hatten noch deutlich mehr Wirtschaftsbereiche mit schlechteren Geschäften gerechnet.
Auch bei den Investitionen zeigt sich eine leichte Entspannung. Die Zahl der Verbände, die geringere Investitionsausgaben planen, ist gesunken. Gleichzeitig beabsichtigen mehr Organisationen als zuvor, ihre Investitionen auszuweiten. Diese Entwicklung deutet auf eine vorsichtige Rückkehr des Vertrauens hin, wenngleich das Ausgangsniveau aufgrund der schwachen Vorjahre niedrig bleibt. Die Erwartungen sind damit weniger pessimistisch als noch ein Jahr zuvor.
Positive Signale kommen insbesondere aus Teilen der Industrie. Neben Banken und Versicherungen, die bereits zuvor vergleichsweise stabil waren, rechnen auch Branchen wie der Maschinenbau und die Bauindustrie wieder mit steigender Produktion. Aktuelle Produktionsdaten aus dem Maschinenbau stützen diese Einschätzung, da sowohl die Gesamtproduktion als auch die Inlandsnachfrage zuletzt zugelegt haben. Unterstützend wirken dabei staatliche Maßnahmen, die Investitionen durch verbesserte Abschreibungsbedingungen anregen sollen.
Hoffnungen ruhen zudem auf dem umfangreichen Investitionspaket der Bundesregierung. Es soll dazu beitragen, dass ab 2026 wieder mehr gebaut und modernisiert wird, wovon zahlreiche Industrieunternehmen profitieren könnten. Zuvor hatten Lieferkettenprobleme, hohe Energiepreise und große Unsicherheit die Investitionstätigkeit stark gebremst, insbesondere bei Herstellern von Investitionsgütern.
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Zur AktienanalyseTrotz der verbesserten Erwartungen bleibt der Aufschwung jedoch ungleich verteilt. Ein branchenübergreifender Aufschwung ist nicht erkennbar, vor allem mit Blick auf den Arbeitsmarkt. Die Mehrheit der Verbände plant weiterhin einen Stellenabbau, insbesondere in personalintensiven Industriezweigen. Zwar wird kein drastischer Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet, doch viele Unternehmen sehen sich gezwungen, ihre bislang hohen Personalbestände zu reduzieren. Die insgesamt vorsichtigere Personalplanung zeigt, dass die wirtschaftliche Erholung fragil bleibt.


