Universal Music vor EU-Genehmigung für Downtown-Übernahme
Die Europäische Kommission steht kurz davor, die Übernahme von Downtown Music durch Universal Music zu genehmigen. Dies geht aus informierten Kreisen hervor, nachdem Universal wichtige Zugeständnisse gemacht hat.

Universal Music steht nach Informationen aus Unternehmenskreisen unmittelbar vor der Genehmigung seiner umstrittenen Übernahme von Downtown Music durch die Europäische Kommission. Die EU-Kartellbehörde hat demnach keine weiteren Zugeständnisse über die bereits angebotene Veräußerung der Lizenzgebührenplattform Curve hinaus gefordert.
Curve-Verkauf als Schlüssel zur Genehmigung
Um die Wettbewerbsbedenken der EU-Kommission auszuräumen, hatte Universal im vergangenen Monat angeboten, die Lizenzgebührendienstleistungsplattform Curve von Downtown zu veräußern. Dieses Zugeständnis scheint ausgereicht zu haben, um grünes Licht von den Kartellwächtern zu erhalten. Die Kommission muss bis zum 27. Februar 2025 eine endgültige Entscheidung über das Geschäft treffen.
Weder die Europäische Kommission noch Universal Music wollten sich zu den Informationen äußern. Die Übernahme soll über die Universal-Tochter Virgin Music Group abgewickelt werden und wurde im Dezember 2024 offiziell angekündigt.
Widerstand unabhängiger Labels
Die geplante Transaktion stieß von Beginn an auf erheblichen Widerstand zahlreicher unabhängiger Musiklabels. Diese befürchten eine weitere Stärkung der ohnehin dominanten Marktposition von Universal Music und fordern die komplette Untersagung des Geschäfts. Ihre Sorge: Der weltgrößte Musikkonzern könnte seine Macht weiter ausbauen und kleinere Wettbewerber verdrängen.
Bedenken wegen sensibler Daten
Downtown Music besitzt nicht nur einen bedeutenden Musikverlag, sondern betreibt auch mehrere Unternehmen, die Musiker beim Einzug ihrer Lizenzgebühren unterstützen. Die EU-Kommission hatte bereits im vergangenen Jahr gewarnt, dass Universal nach der Übernahme Zugang zu geschäftlich sensiblen Daten erhalten könnte, die von Downtown gespeichert und verarbeitet werden.
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Zur AktienanalyseDiese Daten könnten Universal theoretisch einen unfairen Wettbewerbsvorteil verschaffen, da das Unternehmen Einblick in die Geschäftsaktivitäten von Konkurrenten und unabhängigen Künstlern erhalten würde. Die angebotene Veräußerung von Curve soll genau dieses Risiko minimieren.
Konsolidierung im Musikmarkt
Die Übernahme ist Teil eines breiteren Konsolidierungstrends in der Musikindustrie. Universal Music Group, das bereits Künstler wie Taylor Swift, Drake und The Beatles im Portfolio hat, würde durch die Downtown-Akquisition seine Position im lukrativen Geschäft mit Musikrechten und Lizenzgebühren weiter ausbauen. Für die unabhängige Musikszene könnte dies langfristig den Wettbewerb einschränken.


