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UnitedHealth-Aktie fällt nach Berkshire Hathaways großem Portfolio-Umbau

Berkshire Hathaway trennte sich im ersten Quartal von UnitedHealth, Visa, Mastercard und Amazon – und kaufte massiv Alphabet-Aktien.

UnitedHealth-Aktie fällt nach Berkshire Hathaways großem Portfolio-Umbau

Die Aktien der UnitedHealth Group (UNH) gaben am Montag nach, nachdem Berkshire Hathaway in einer Pflichtmitteilung offenlegte, seine gesamte Beteiligung an dem Gesundheitskonzern im ersten Quartal verkauft zu haben. Das Paket hatte einen Wert von rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Im Mittagshandel gehörte die UnitedHealth-Aktie mit einem Minus von etwa 1,5 Prozent zu den schwächsten Werten im Dow Jones Industrial Average.

Berkshire hatte seine UnitedHealth-Position erst im zweiten Quartal des Vorjahres eröffnet – zu einem Zeitpunkt, als die Aktie inmitten von finanziellem Druck und zunehmender Kritik an den Geschäftspraktiken des Unternehmens mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren hatte. Einen leichten Gewinn könnte Berkshire mit dem Investment erzielt haben, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Kauf nahe dem Jahrestief und der Verkauf im Januar bei rund 350 US-Dollar erfolgte. Aktuell notiert die Aktie bei über 380 US-Dollar.

Berkshire trennt sich von Zahlungsriesen und Amazon

Neben UnitedHealth veräußerte Berkshire im ersten Quartal auch seine gesamten Anteile an den Zahlungsdienstleistern Visa und Mastercard. Die Visa-Beteiligung war zum Quartalsende rund 2,5 Milliarden US-Dollar wert, die Mastercard-Position etwa 2 Milliarden US-Dollar. Beide Aktien legten nach der Bekanntgabe im jüngsten Handel jeweils um mehr als 1 Prozent zu – ein Zeichen dafür, dass Anleger die Verkäufe nicht als Warnsignal für die Unternehmen selbst werteten.

Darüber hinaus trennte sich Berkshire von seiner fast 500 Millionen US-Dollar schweren Beteiligung am Tech-Konzern Amazon. Auch die Anteile am Versicherer Aon sowie an Domino's Pizza wurden reduziert – deren Aktien stiegen trotz der Desinvestitionen um mehr als 2 beziehungsweise rund 1 Prozent.

Neue Wetten auf Delta Air Lines, Macy's und Alphabet

Gleichzeitig baute Berkshire neue Positionen auf: Delta Air Lines und Macy's legten am Montag jeweils rund 1 Prozent zu, nachdem das Konglomerat Beteiligungen an beiden Unternehmen bekanntgab. Berkshires Delta-Investment war am Ende des Quartals etwa 2,6 Milliarden US-Dollar wert. Es ist die erste Investition des Unternehmens in die Luftfahrtbranche, seit der frühere CEO Warren Buffett auf dem Höhepunkt der Covid-19-Pandemie Fluggesellschaftsaktien im Wert von rund 4 Milliarden US-Dollar abgestoßen hatte.

Die mit Abstand größte Veränderung im Portfolio war jedoch der Kauf von rund 40 Millionen Aktien der Google-Muttergesellschaft Alphabet. Durch diese Käufe verdreifachte Berkshire seinen Alphabet-Bestand mehr als und machte das Unternehmen zur siebtgrößten Position im Portfolio – mit einem Wert von rund 16,6 Milliarden US-Dollar. Alphabet-Aktien stiegen im jüngsten Handel um rund 1 Prozent. Seit Ende des ersten Quartals haben die Papiere bereits rund 40 Prozent zugelegt, was Berkshire auf dem Papier einen beachtlichen Buchgewinn beschert.

Erste Quartalsbilanz ohne Warren Buffett

Die umfangreichen Portfolio-Umschichtungen fallen in Berkshires erstes Quartal ohne Warren Buffett an der Spitze. Der legendäre Value-Investor hatte Berkshire Hathaway über Jahrzehnte zu einem der meistbeobachteten Aktienportfolios der Welt geformt. Unter dem neuen CEO Greg Abel könnten die jüngsten Änderungen eine neue strategische Ausrichtung des Konglomerats signalisieren. Für Anleger weltweit – und insbesondere für deutsche Privatanleger, die Berkshires Entscheidungen als Orientierung nutzen – bleibt das Portfolio ein wichtiger Gradmesser für Markttrends und Bewertungen.

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