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United Airlines bevorzugt Kreditkarteninhaber beim MileagePlus-Vielfliegerprogramm deutlich

Airline-Kreditkarte wird zur Pflicht: Ohne hauseigene Karte sammeln Passagiere künftig 40% weniger Meilen

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United Airlines bevorzugt Kreditkarteninhaber beim MileagePlus-Vielfliegerprogramm deutlich

United Airlines krempelt ihr Vielfliegerprogramm MileagePlus grundlegend um und bevorzugt dabei massiv Inhaber der hauseigenen Kreditkarten. Die größte Überarbeitung des Programms seit über einem Jahrzehnt tritt am 2. April in Kraft und verändert sowohl die Meilen-Sammelraten als auch die Einlösungsbedingungen drastisch. Für Passagiere ohne United-Kreditkarte bedeutet dies deutliche Nachteile.

Die Änderungen sind radikal: Reisende ohne Co-Branding-Kreditkarte erhalten künftig nur noch drei Meilen pro ausgegebenem Dollar für United-Tickets – eine Kürzung von 40 Prozent gegenüber den bisherigen fünf Meilen. Karteninhaber hingegen sammeln mindestens sechs Meilen, bei Nutzung der Karte für den Ticketkauf sogar noch mehr. "Wir arbeiten seit etwa 18 Monaten an diesen Änderungen", erklärte Andrew Nocella, Chief Commercial Officer von United, gegenüber CNBC. Ziel sei es, die loyalsten Kunden zu belohnen.

Besonders gravierend: Passagiere in der Basic Economy ohne Kreditkarte sammeln künftig überhaupt keine Meilen mehr. Damit folgt United dem Beispiel von Delta Air Lines und American Airlines, die ähnliche Regelungen bereits eingeführt haben. Eine Ausnahme gilt nur für Mitglieder mit Elite-Premier-Status, die auch in der Basic Economy weiterhin Meilen gutgeschrieben bekommen.

Rabatte und exklusive Sitze für Karteninhaber

Neben höheren Sammelraten profitieren Kreditkarteninhaber auch bei der Einlösung ihrer Meilen. Sie erhalten mindestens 10 Prozent Rabatt auf Prämientickets im Vergleich zu Kunden ohne Karte. Ein Economy-Ticket, das bisher 15.000 Meilen kostete, ist für Karteninhaber künftig bereits für 13.500 Meilen buchbar. Elite-Mitglieder mit Karte sparen sogar mindestens 15 Prozent.

Besonders attraktiv wird es in der Business Class: United reserviert ein spezielles Kontingent an vergünstigten Prämiensitzen für Karteninhaber, einschließlich Plätzen in der erstklassigen Polaris-Kabine auf Langstrecken. Ein Polaris-Sitz, der normalerweise 200.000 Meilen kostet, wäre für Elite-Premier-Mitglieder mit Karte für 170.000 Meilen erhältlich. Zudem werden die besonders günstigen "Saver Award"-Sitze in der Polaris-Klasse, die bisher nur den höchsten Elite-Stufen vorbehalten waren, nun auch für MileagePlus-Mitglieder mit United-Karte zugänglich.

Die höchste Privilegierung erhalten Mitglieder der Stufe MileagePlus 1K mit der United Club-Kreditkarte: Sie sammeln 17 Meilen pro ausgegebenem Dollar. Die Sammelraten steigen generell mit einer Kombination aus Elite-Status und Kartenbesitz erheblich an.

Wettbewerb um Kreditkartenkunden verschärft sich

Die Programmänderung ist Teil einer Branchenstrategie, bei der Fluggesellschaften ihre umsatzstärksten Kunden stärker belohnen. Bereits vor etwa zehn Jahren stellten die großen Airlines ihre Treueprogramme von meilenbasierter auf ausgabenbasierte Belohnung um. Die aktuelle Überarbeitung geht nun einen Schritt weiter und macht die hauseigene Kreditkarte faktisch zur Voraussetzung für attraktive Konditionen.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines zunehmend wettbewerbsintensiven Marktes für Reise-Kreditkarten. United konkurriert nicht nur mit den Programmen von American Airlines und Delta, sondern auch mit Premium-Karten wie der Platinum Card von American Express, der Venture X von Capital One oder den Sapphire Reserve-Karten von Chase.

Für Geschäftsreisende, die aufgrund von Unternehmensrichtlinien oft mit Firmenkreditkarten buchen müssen, gibt es eine Regelung: Mitarbeiter, die privat eine United-Kredit- oder Debitkarte besitzen, erhalten weiterhin mehr Meilen als Kollegen ohne eine solche Karte. Auch Inhaber einer United-Debitkarte profitieren von erhöhten Sammelraten, sobald sie 10.000 Dollar umgesetzt haben.

United plant, die vergünstigten Prämienflüge prominent auf ihrer Website anzuzeigen, "damit die Kunden genau sehen können, wie viel sie durch den Besitz einer United-Karte bei ihren Reisen sparen können". Für deutsche Vielflieger, die regelmäßig mit United in die USA reisen, könnte die Anschaffung einer entsprechenden Kreditkarte künftig deutlich attraktiver werden – sofern sie die Karte in Deutschland überhaupt beantragen können.

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