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Uniper startet Verkauf von Opal-Anteil

Bieterverfahren für Pipeline-Beteiligung bis Ende Januar 2026 eröffnet

Uniper startet Verkauf von Opal-Anteil

Der staatlich gerettete Energiekonzern Uniper hat den Prozess zum Verkauf seines 20-prozentigen Anteils an der Erdgaspipeline Opal eingeleitet. Das Unternehmen teilte am Montagabend mit, dass interessierte Käufer bis spätestens zum 29. Januar 2026 ihr Interesse bekunden können. Das geplante Bieterverfahren soll nach Angaben von Uniper offen, fair und transparent ausgestaltet werden. Mit dem Schritt setzt der Konzern eine zentrale Vorgabe der Europäischen Kommission um, die im Zusammenhang mit der staatlichen Rettung Unipers beschlossen worden war.

Die Pipeline Opal zählt seit Jahren zu den wichtigen Infrastruktureinrichtungen für den Gastransport in Mitteleuropa. Sie verläuft über eine Strecke von rund 740 Kilometern und verbindet den Anlandepunkt Lubmin in Norddeutschland mit dem tschechischen Gasnetz. Damit spielt sie eine bedeutende Rolle für den grenzüberschreitenden Gasfluss zwischen Deutschland und Osteuropa. Uniper hält bislang einen Minderheitsanteil an der Pipeline, der nun vollständig veräußert werden soll.

Hintergrund des Verkaufs ist die Entscheidung der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2022. Auf dem Höhepunkt der europäischen Energiekrise, die durch den russischen Angriff auf die Ukraine ausgelöst wurde, genehmigte die Behörde die umfangreiche Rettung Unipers durch den deutschen Staat. Diese Genehmigung war jedoch an mehrere Auflagen geknüpft, darunter die Verpflichtung, bestimmte Beteiligungen zu veräußern. Der Verkauf des Opal-Anteils gehört zu diesen Bedingungen und soll zur Verringerung der Marktposition sowie zur Stärkung des Wettbewerbs beitragen.

Uniper befindet sich seit der staatlichen Übernahme in einem umfassenden Restrukturierungsprozess. Ziel ist es, das Unternehmen finanziell zu stabilisieren und langfristig neu aufzustellen. Der Verkauf von Beteiligungen ist dabei ein zentrales Element, um die mit der Rettung verbundenen Auflagen zu erfüllen. Angaben zum erwarteten Erlös aus der Veräußerung des Opal-Anteils machte der Konzern zunächst nicht.

Mit der nun gestarteten Interessensbekundungsphase wird ein formaler Prozess eröffnet, der sich über mehrere Wochen erstrecken dürfte. Erst nach Ablauf der Frist Ende Januar 2026 soll entschieden werden, welche Bieter in die nächste Phase des Verfahrens aufgenommen werden. Der Abschluss der Transaktion hängt anschließend von weiteren Prüfungen sowie von regulatorischen Genehmigungen ab.

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