Uniper sichert sich 20-jährigen LNG-Liefervertrag mit Kanada
Der staatlich kontrollierte Energiekonzern bezieht ab 2032 jährlich zwei Millionen Tonnen Flüssigerdgas aus British Columbia.

Der deutsche Energiekonzern Uniper hat einen langfristigen Liefervertrag für Flüssigerdgas (LNG) mit Kanada abgeschlossen. Die Vereinbarung läuft über 20 Jahre und baut auf einer Vorabvereinbarung auf, die bereits im Juni getroffen worden war. Der Vertrag markiert einen weiteren wichtigen Schritt in der deutschen Strategie zur Diversifizierung der Energieversorgung.
Ab dem Jahr 2032 wird Uniper jährlich zwei Millionen Tonnen LNG aus dem Projekt Ksi Lisims beziehen. Das Flüssigerdgas-Projekt befindet sich an der Pazifikküste der kanadischen Provinz British Columbia. Mit einer Laufzeit von zwei Jahrzehnten gehört der Vertrag zu den langfristigsten Energielieferabkommen, die deutsche Unternehmen in jüngster Zeit abgeschlossen haben.
Deutsche Energieversorger setzen auf kanadisches LNG
Uniper ist dabei nicht der einzige deutsche Energieimporteur, der auf kanadisches LNG setzt. Der staatliche Gasimporteur SEFE hatte sich bereits im Mai Kapazitäten beim selben Projekt Ksi Lisims gesichert. Dies unterstreicht das wachsende Interesse der deutschen Energiewirtschaft an langfristigen Lieferbeziehungen mit Kanada als verlässlichem Lieferanten.
Uniper selbst hatte zudem bereits vor einem Jahr einen weiteren Schritt in diese Richtung unternommen: Damals vereinbarte das Unternehmen langfristige Abnahmemengen mit dem kanadischen Unternehmen Tourmaline. Die aktuell finalisierte Vereinbarung mit dem Ksi-Lisims-Projekt ergänzt dieses Engagement und festigt Unipers Position als bedeutender LNG-Abnehmer in Kanada.
Hintergrund: Deutschlands Suche nach neuen Energiequellen
Der Abschluss solcher Langzeitverträge steht im Kontext der deutschen Bemühungen, die Energieversorgung nach dem Wegfall russischer Gaslieferungen neu aufzustellen. LNG – also verflüssigtes Erdgas, das per Schiff transportiert wird – hat sich dabei als zentrales Element der deutschen Importstrategie etabliert. Kanada gilt aufgrund seiner stabilen politischen Verhältnisse und großen Gasvorkommen als attraktiver Lieferant.
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Zur AktienanalyseDas Projekt Ksi Lisims an der Pazifikküste British Columbias ist strategisch günstig gelegen, um LNG-Lieferungen in den asiatischen und europäischen Markt zu ermöglichen. Für Deutschland bedeutet der Vertrag eine langfristige Planungssicherheit bei der Gasversorgung, die angesichts der volatilen globalen Energiemärkte besonders wertvoll ist.
Uniper, das sich mehrheitlich in staatlichem Besitz befindet, spielt als einer der größten deutschen Gasimporteure eine Schlüsselrolle bei der Neuausrichtung der deutschen Energieversorgung. Der nun finalisierte 20-Jahres-Vertrag mit dem Ksi-Lisims-Projekt sichert dem Konzern bis weit in die 2050er Jahre hinein verlässliche LNG-Mengen aus Kanada.


