Uniper begleicht Rückzahlung an den Staat
Nach Milliardenhilfen folgt Reduzierung der Staatsbeteiligung bis 2028

Uniper, einer der größten deutschen Energiekonzerne, wird im ersten Quartal 2025 eine Rückzahlung in Höhe von 2,6 Milliarden Euro an die deutsche Regierung leisten. Diese Summe übersteigt die ursprünglich angekündigten 2,5 Milliarden Euro. Die Rückzahlung ist Teil einer Vereinbarung mit der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit den Beihilfen, die Uniper in den schwierigen Jahren 2022 und 2023 erhalten hat. Zum Zeitpunkt der Krise war das Unternehmen fast vollständig in den Händen des Staates, der die Mehrheit der Anteile mit über 99 Prozent übernahm. Bis Ende 2028 muss der Staat jedoch seine Beteiligung auf maximal 25 Prozent plus eine Aktie reduzieren.
Die Krise, die Uniper in die finanzielle Schieflage brachte, hatte ihre Wurzeln im Ukraine-Konflikt. Russland hatte seine Gaslieferungen drastisch reduziert und schließlich eingestellt, was Uniper dazu zwang, Ersatzgas zu deutlich höheren Preisen zu beschaffen. Diese unerwarteten Kosten führten dazu, dass der Konzern Milliardenverluste verbuchte und auf staatliche Unterstützung angewiesen war. Der deutsche Staat stellte rund 13,5 Milliarden Euro an Beihilfen bereit, um eine Insolvenz des Unternehmens zu verhindern.
Bereits im September 2024 hatte Uniper eine erste Teilrückzahlung von 530 Millionen Euro geleistet. Dieser Betrag stammte aus einer Einbehaltung von Gaslieferungen durch Gazprom im Jahr 2022, als der russische Gaslieferant seine Lieferungen einstellte. Trotz dieser finanziellen Schwierigkeiten konnte Uniper 2024 einen bereinigten Jahresüberschuss von 1,6 Milliarden Euro erzielen. Dies war jedoch ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Rekordergebnis von 4,4 Milliarden Euro im Jahr 2023. Für das Jahr 2025 erwartet Uniper einen wesentlich geringeren Nettogewinn von 250 bis 550 Millionen Euro.
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Zur AktienanalyseTrotz der Herausforderungen plant Uniper weiterhin Investitionen in die Energiewende. Dazu gehört der Ausbau von Gaskraftwerken in Deutschland, die dazu beitragen sollen, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Diese Kraftwerke sollen insbesondere dann Strom erzeugen, wenn die Produktion aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Sonnenenergie nicht ausreicht. Uniper setzt also weiterhin auf eine Mischung aus traditionellen und erneuerbaren Energiequellen, um den sich wandelnden Anforderungen der Energieversorgung gerecht zu werden.


