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Underperformer als Geheimtipp: Diese Sektoren locken im zweiten Halbjahr

ETF-Experte Mike Akins sieht in vernachlässigten Marktbereichen wie Software, Cloud und Small-Caps großes Aufholpotenzial für die nächsten sechs Monate.

Underperformer als Geheimtipp: Diese Sektoren locken im zweiten Halbjahr

Während Mega-Cap-Technologieaktien und Halbleiterwerte die erste Jahreshälfte 2026 dominierten, rät ETF-Experte Mike Akins Anlegern nun zu einem strategischen Umdenken. Der Mitbegründer von ETF Action sieht in bislang vernachlässigten Marktsegmenten erhebliches Renditepotenzial für das zweite Halbjahr – und nennt konkrete Sektoren, die seiner Einschätzung nach aufholen könnten.

Akins, der zuvor den ETF-Bereich beim Finanzdienstleister ALPS leitete, erklärte gegenüber dem Sender CNBC im Format „ETF Edge", dass Software- und Cloud-Computing-Titel ganz oben auf seiner Kaufliste stehen. Viele dieser Unternehmen seien von ihren „astronomischen Bewertungen" zurückgekommen und verfügten gleichzeitig über „sehr starke Wachstumsszenarien". „Diese Unternehmen beweisen, dass wir nach wie vor Software benötigen, um unsere tägliche Arbeit zu erledigen", so Akins.

Disruptive Technologien und Mid-Caps im Fokus

Neben Software stuft Akins auch disruptive Technologien als klaren Kauf für die kommenden sechs Monate ein. Er beschreibt diese als thematische Strategie mit einem stärkeren Fokus auf Mid- und Small-Cap-Unternehmen. „Diese Titel wurden in diesem von Mega-Caps und Halbleitern dominierten Markt gewissermaßen abgehängt", erklärte er. Mit Blick auf die Gewinnwachstumsprognosen der Analysten sieht er die Ausgangslage jedoch als „durchaus vielversprechend".

Besonders interessant für deutsche Anleger, die in US-Technologiefonds investiert sind: Auch die sogenannten „Magnificent Seven" – also Nvidia, Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta, Apple und Tesla – zählt Akins zu den Aufholkandidaten. Die Gruppe blieb im ersten Halbjahr deutlich hinter dem Nasdaq-100 zurück und verlor mehr als 2%, während der Nasdaq-100 im gleichen Zeitraum fast 20% zulegte. „Wer hätte gedacht, dass die ‚Mag 7' zur Jahreshälfte im Vergleich zum Jahresbeginn unverändert notieren würden", kommentierte Akins die überraschende Entwicklung.

Das Momentum scheint sich bereits zu drehen: In den ersten Handelstagen des zweiten Halbjahres legte der Index der „Magnificent Seven" um 5% zu, während der Nasdaq-100 zum Handelsschluss am Freitag um 1% nachgab.

Russell 2000 übertrifft den S&P 500 deutlich

Einen besonders starken Aufwärtstrend beobachtet Akins bei Small- und Mid-Cap-Unternehmen. Er sieht diese als aussichtsreiche Investments bis ins Jahr 2027. „Sämtliche Titel aus den unteren Marktsegmenten beginnen nun wirklich aufzuholen", sagte er. Dieser Trend könnte sich seiner Meinung nach über das gesamte Jahr fortsetzen – getrieben nicht nur durch steigende Gewinne und Umsätze, sondern auch durch eine Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren, die in den vergangenen Jahren „extrem gedrückt" waren.

Die Zahlen untermauern diese Einschätzung: Seit Jahresbeginn ist der Russell 2000 Index, der US-amerikanische Nebenwerte abbildet, um fast 20% gestiegen. Der breiter gefasste S&P 500 verzeichnet im gleichen Zeitraum ein Plus von knapp 11%. Für deutsche Anleger, die über ETFs in den US-Markt investieren, bieten diese Entwicklungen konkrete Orientierungspunkte bei der Portfolioausrichtung für das zweite Halbjahr.

Die Strategie von Akins lässt sich in wenigen Punkten zusammenfassen:

Software & Cloud

: Bewertungen normalisiert, Wachstumspotenzial intakt

Disruptive Technologien

: Thematischer Ansatz mit Mid- und Small-Cap-Fokus

Magnificent Seven

: Aufholpotenzial nach schwachem erstem Halbjahr

Small- & Mid-Caps

: Starke Performance, Multiplikator-Ausweitung erwartet

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