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Ukrainische Drohnen treffen russischen Hafen, Tanker und Öllager

Angriffe in der Nacht zum Samstag trafen Taganrog am Asowschen Meer und die Stadt Armawir in Südrussland.

Ukrainische Drohnen treffen russischen Hafen, Tanker und Öllager

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht zum Samstag einen Tanker im russischen Hafen von Taganrog sowie ein Öllager in der südrussischen Stadt Armawir angegriffen. Dies teilten die regionalen Behörden laut einem Bericht von Reuters mit. Die Angriffe reihen sich in eine Serie ukrainischer Drohnenoffensiven gegen russische Infrastruktur ein.

Der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljusar, bestätigte, dass sowohl auf dem Tanker als auch im Hafen von Taganrog Brände ausgebrochen waren. Diese konnten den Angaben zufolge gelöscht werden, ohne dass Öl ins Wasser ausgelaufen sei. Bei dem Angriff wurden zwei Personen verletzt.

Taganrog im Ausnahmezustand

Taganrog ist eine Hafenstadt am Asowschen Meer mit rund 240.000 Einwohnern. Die Stadt befindet sich bereits seit dem 27. Mai im lokalen Ausnahmezustand – ein Zeichen dafür, dass die Region schon länger unter dem Druck des anhaltenden Konflikts steht. Das Asowsche Meer hat seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 strategisch an Bedeutung gewonnen, da es als wichtige Wasserstraße für russische Energie- und Gütertransporte dient.

Neben dem Hafenangriff wurde auch ein Öllager in Armawir, einer Stadt in der südrussischen Region Krasnodar, von Drohnen getroffen. Weitere Details zu den Schäden in Armawir wurden von den Behörden zunächst nicht bekanntgegeben.

Drohnenangriffe auf russische Energieinfrastruktur

Die Ukraine setzt seit Monaten verstärkt auf Drohnenangriffe gegen russische Energieinfrastruktur, Treibstofflager und Häfen. Ziel dieser Strategie ist es, die russische Logistik und Versorgungskette zu stören. Angriffe auf Tanker und Öllager sind dabei besonders symbolträchtig, da Russland seinen Krieg maßgeblich durch Einnahmen aus dem Energieexport finanziert.

Das Asowsche Meer war nach der russischen Annexion der Krim im Jahr 2014 zunehmend unter russische Kontrolle geraten. Mit dem Beginn des Großangriffs 2022 und der zeitweiligen Blockade ukrainischer Häfen wurde die Region zu einem zentralen Schauplatz des Konflikts. Taganrog gilt als wichtiger Umschlagplatz für Güter in der Region.

Die Behörden betonten, dass trotz der Brände keine Umweltkatastrophe durch auslaufendes Öl entstanden sei. Die Lage in der Region bleibt jedoch angespannt, wie der seit Wochen andauernde Ausnahmezustand in Taganrog verdeutlicht.

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