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Ukrainische Drohne trifft Zug auf der Krim – ein Toter

Ein ukrainischer Drohnenangriff auf der Krim tötete den Assistenten eines Lokführers und verletzte den Zugführer selbst.

Ukrainische Drohne trifft Zug auf der Krim – ein Toter

Eine ukrainische Drohne hat auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim einen Zug getroffen. Dabei wurde der Assistent des Lokführers getötet und der Lokführer selbst verletzt. Das teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur der Halbinsel, Sergej Aksjonow, am frühen Montagmorgen über den Nachrichtendienst Telegram mit.

Der betroffene Zug verkehrte auf der Strecke zwischen Moskau und Simferopol, der wichtigsten Stadt der Krim. Passagiere des Zuges blieben laut Aksjonow unverletzt. In der Folge des Angriffs wurde der Zugverkehr auf der Krim eingestellt, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete.

Hintergrund: Russlands Kontrolle über die Krim

Russland hatte die Krim bereits im Jahr 2014 besetzt und annektiert – lange vor der großangelegten Invasion der Ukraine im Februar 2022. Auslöser war damals die Flucht des moskaufreundlichen ukrainischen Präsidenten infolge öffentlicher Proteste in Kiew. Die Halbinsel am Schwarzen Meer gilt als beliebtes Reiseziel für russische Touristen und ist von strategischer Bedeutung als Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte.

Ebenfalls in den frühen Morgenstunden des Montags wurde in der russischen Schwarzmeer-Hafenstadt Noworossijsk Drohnenalarm ausgelöst. Die Stadt in der Region Krasnodar ist ein bedeutender Exportknotenpunkt für Öl und Getreide und liegt etwa zwei Autostunden von der Brücke entfernt, die Russland als Verbindung zur Krim errichtet hat.

Treibstoffrationierung auf der Krim verschärft sich

Die anhaltenden ukrainischen Drohnenangriffe auf die Kraftstoffinfrastruktur haben die Lage auf der Krim weiter verschärft. Die russisch kontrollierte Halbinsel sieht sich gezwungen, die Rationierung der Treibstoffvorräte zu intensivieren. In der Hafenstadt Sewastopol, der zweitgrößten Stadt der Krim und Heimat der russischen Schwarzmeerflotte, bestätigte der von Russland eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew die Fortsetzung der Treibstoffrationierung.

Raswoschajew schilderte die angespannte Versorgungslage in einem Telegram-Post: „Die Anzahl der (elektronischen) Codes, die für das (Tanken an den) Tankstellen für morgen ausgegeben wurden, war höher als gestern. Diese waren innerhalb von nur wenigen Dutzend Sekunden vergriffen." Wer einen Code erhalten habe, könne in den nächsten sieben Tagen keinen neuen anfordern, so der Gouverneur weiter.

Reuters wies darauf hin, dass die genannten Berichte nicht unabhängig überprüft werden konnten. Der Drohnenangriff auf den Zug reiht sich in eine Serie ukrainischer Angriffe auf die Krim ein, die zunehmend auf Infrastruktur und Versorgungseinrichtungen der Halbinsel abzielen.

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