Ukraine importiert Rekordmenge von 894 GWh Strom im Januar
Importe steigen um 40 Prozent – höchster Wert seit Kriegsbeginn trotz anhaltender russischer Angriffe

Die Ukraine hat im Januar 2026 mit 894 Gigawattstunden die höchste Strommenge seit Beginn des russischen Angriffskriegs importiert. Dies entspricht einem Anstieg von 40 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie ein Beratungsunternehmen mitteilte. Die Lieferungen stiegen in nahezu alle Richtungen, lediglich die Importe aus Moldawien blieben konstant.
Ungarn bleibt mit einem Anteil von 45 Prozent der wichtigste Stromlieferant für die Ukraine. Die massiv gestiegenen Importe sind eine direkte Folge der intensivierten russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Moskau hat in den vergangenen Monaten gezielt Kraftwerke, Verteilungssysteme und Gassektoranlagen bombardiert.
Hauptstadt Kiew besonders betroffen
Besonders dramatisch ist die Lage in der Hauptstadt Kiew. Zwei aufeinanderfolgende Angriffe auf Stromerzeugungs- und Wärmekraftanlagen führten dazu, dass 6.000 Mehrfamilienhäuser ohne Heizung blieben. Der Stromnetzbetreiber musste daraufhin ganze Stadtteile für Dutzende Stunden vom Netz nehmen.
Obwohl Arbeiter mehrere Wochen benötigten, um die Wärmeversorgung wiederherzustellen, sind mehr als 200 Gebäude weiterhin unbeheizt. Dies trifft die Bewohner besonders hart, da ungewöhnlich strenge Fröste über die Ukraine gezogen sind. Die Temperaturen erschweren nicht nur den Alltag der Bevölkerung, sondern auch die Reparaturarbeiten an der beschädigten Infrastruktur.
Hoffnung auf Waffenruhe bei Energieangriffen
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Zur AktienanalyseVergangene Woche kündigte Moskau nach Friedensgesprächen in Abu Dhabi eine Wende an. Nach einer Aufforderung von US-Präsident Donald Trump erklärte Russland, die Angriffe auf ukrainische Energieziele bis Sonntag einzustellen. Ob diese Zusage eingehalten wird, bleibt abzuwarten.
Die Rekordimporte zeigen deutlich, wie stark die ukrainische Energieversorgung durch die russischen Angriffe beeinträchtigt wurde. Das Land ist zunehmend auf Stromlieferungen aus Nachbarländern angewiesen, um die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Energieexperten warnen, dass die beschädigte Infrastruktur auch bei einem Ende der Angriffe noch Monate bis Jahre für eine vollständige Wiederherstellung benötigen wird.


