Ukraine greift Moskau mit fast 200 Drohnen an – Russland droht
Der bisher größte ukrainische Drohnenangriff auf Moskau trifft eine Gazprom-Raffinerie und zwingt vier Flughäfen zur Schließung.

Die Ukraine hat in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag den bisher größten Drohnenangriff auf Moskau durchgeführt. Berichten zufolge wurden fast 200 Drohnen eingesetzt, die insbesondere auf eine bedeutende Ölraffinerie am südöstlichen Stadtrand der russischen Hauptstadt abzielten. 16 Personen wurden dabei verletzt, vier Moskauer Flughäfen stellten vorübergehend den Flugbetrieb ein.
Am Donnerstag stiegen schwarze Rauchsäulen aus der Moskauer Raffinerie von Gazprom auf – einer Anlage, die in den vergangenen Wochen bereits mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe war. Der Angriff markiert eine neue Eskalationsstufe im nun vier Jahre andauernden Krieg zwischen Russland und der Ukraine.
Selenskyj: Angriff als Reaktion auf Attacke auf Kiewer Kloster
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe auf Moskau seien eine direkte Reaktion auf russische Attacken auf einen historischen Klosterkomplex in Kiew zu Beginn der Woche gewesen. Russland bestritt hingegen, das Kiewer Höhlenkloster angegriffen zu haben. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen verdeutlichen die festgefahrene Lage im Konflikt.
Die ukrainischen Streitkräfte haben wiederholt die russische Ölinfrastruktur ins Visier genommen. Das erklärte Ziel: Moskaus Energieeinnahmen zu kappen und Präsident Wladimir Putin unter Druck zu setzen, den Krieg zu beenden. Russland kündigte als Reaktion auf den Angriff an, häufige und „massive Gruppenangriffe" gegen die Ukraine durchzuführen.
Schwachstellen in der russischen Luftverteidigung
Das Institute for the Study of War (ISW), eine in Washington D.C. ansässige Denkfabrik, analysierte die Reaktionen russischer „Milblogger" – Kriegsbeobachter in sozialen Medien – auf die Angriffe. Diese hätten demnach mit Besorgnis über die russische Luftverteidigung und Zensur reagiert. Das ISW betonte, dass die zunehmende Häufigkeit, Größe und Tiefe der ukrainischen Fernangriffskampagne gegen stark verteidigte russische Großstädte wie Moskau und St. Petersburg „wachsende Schwachstellen in der russischen Luftverteidigung und Dilemmata bei der Entscheidung des Kremls über den Umgang mit den innenpolitischen Kosten des von ihm begonnenen Krieges aufzeigen".
Trump verspricht weitere Unterstützung für die Ukraine
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Zur AktienanalyseParallel zu den militärischen Entwicklungen bemüht sich der ukrainische Präsident Selenskyj weiterhin um internationale Unterstützung. US-Präsident Donald Trump versprach zu Beginn der Woche weitere Hilfe für die Ukraine und forderte den Kreml auf, einen „Deal" zur Beendigung des Krieges abzuschließen. „Ich werde alles tun, was ich kann", sagte Trump am Dienstag vor Reportern.
Trump gab zudem an, in den vergangenen Tagen sowohl mit Selenskyj als auch mit Putin gesprochen zu haben. Er erklärte, beide Länder hätten „eine enorme Anzahl von Menschen verloren". Das russische Außenministerium war für eine unmittelbare Stellungnahme gegenüber dem Sender CNBC nicht erreichbar.


