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Übernahmen in Logistikbranche stagnieren

Dealmaker beklagt leer gefegten Markt

Übernahmen in Logistikbranche stagnieren

Der M&A-Markt in der Logistikbranche erlebt derzeit eine spürbare Flaute, wie der prominente Dealmaker Cornelius Geber feststellt. Nachdem Geber im vergangenen Jahr noch eine der größten europäischen Private-Equity-Übernahmen in der Logistikbranche für den Bocholter Konzern Duvenbeck eingefädelt hatte, konstatiert er nun einen deutlichen Mangel an geeigneten Übernahmezielen. Der Grund dafür liegt laut Geber in der aggressiven Akquisitionspolitik finanzstarker Container-Reedereien, die den Markt praktisch leer gefegt haben.

Diese Entwicklung steht im Gegensatz zu den ambitionierten Plänen von Waterland, die nach ihrer Mehrheitsübernahme an Duvenbeck auf strategisches Wachstum durch Zukäufe abzielten. Trotz der Investition zusätzlichen Beteiligungskapitals in den Speditionskonzern und eines deutlichen Umsatzwachstums, gestaltet sich die Suche nach passenden Akquisitionszielen schwieriger als erwartet.

Der Rückgang der M&A-Aktivitäten ist branchenweit spürbar. Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung PwC sind die Aktivitäten im Transport- und Logistiksektor in der ersten Jahreshälfte auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Die Zurückhaltung der Finanzinvestoren angesichts gestiegener Finanzierungskosten trägt ebenfalls zu dieser Entwicklung bei.

Geber, der einst als Deutschlandchef von Kühne + Nagel tätig war und für verschiedene Private-Equity-Firmen agierte, kennt die Höhen und Tiefen des Übernahmegeschäfts. Seine Erfahrungen zeigen, dass nicht jedes Übernahmevorhaben erfolgreich ist und dass der aktuelle Markt besonders herausfordernd ist.

Für 2024 ist Geber dennoch optimistisch. Er sieht Anzeichen für eine Normalisierung des Geschäfts und bemerkt ein zunehmendes Interesse mittelständischer Speditionen an strategischen Partnerschaften oder Komplettverkäufen. Die Herausforderung besteht darin, den Private-Equity-Investoren eine attraktive strategische Perspektive zu bieten.

Der anvisierte Verkauf des Speditionskonzerns DB Schenker durch die Deutsche Bahn, der auf einen Wert von 10 bis 15 Milliarden Euro geschätzt wird, verdeutlicht die Komplexität und die Herausforderungen des aktuellen M&A-Marktes. Geber sieht hier ohne die Einbindung eines bedeutenden Strategen kaum Chancen für Private-Equity-Firmen.

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