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UBS: Warum Marktvolatilität kein Grund für Aktienausstieg ist

Die Schweizer Großbank rät Anlegern trotz geopolitischer Unsicherheiten und schwankender Märkte zum Investiert-Bleiben.

UBS: Warum Marktvolatilität kein Grund für Aktienausstieg ist

Marktvolatilität verunsichert derzeit viele Anleger weltweit. Geopolitische Spannungen, darunter der anhaltende Konflikt unter Beteiligung des Irans sowie Störungen an den Ölmärkten, treiben die Rohstoffpreise in die Höhe und erhöhen die Unsicherheit rund um Wachstum und Inflation. Die UBS-Analysten warnen jedoch davor, in dieser Situation vorschnell aus Aktien auszusteigen.

Die Schweizer Großbank betont, dass Phasen erhöhter Marktschwankungen historisch gesehen zum Normalfall gehören. Seit 1981 verzeichnete der S&P 500 im Jahresverlauf einen durchschnittlichen maximalen Rückgang von rund 14 Prozent. Dennoch schloss der Index in den vergangenen Jahrzehnten nur in einer begrenzten Anzahl von Jahren tatsächlich im Minus.

Hohe Volatilität als Kaufsignal

Besonders aufschlussreich ist der historische Zusammenhang zwischen dem Volatilitätsindex VIX und den anschließenden Marktrenditen. Laut UBS erzielte der S&P 500 in den zwölf Monaten nach einem VIX-Anstieg auf erhöhte Niveaus regelmäßig überdurchschnittliche Renditen im Vergleich zu normalen Marktbedingungen. Volatilitätsspitzen markierten damit in der Vergangenheit häufig günstige Einstiegspunkte statt Ausstiegssignale.

Die Bank warnt zudem eindringlich vor den Risiken des sogenannten Market-Timings. Eine hypothetische Investition von 100 US-Dollar in den S&P 500 aus dem Jahr 1989 wäre bis Anfang 2026 mit einem Buy-and-Hold-Ansatz substanziell gewachsen. Wer jedoch nur die beste Woche oder das beste Quartal des Marktes in diesem Zeitraum verpasst hätte, hätte eine deutlich geringere Gesamtrendite erzielt.

Langfristig investiert bleiben zahlt sich aus

Die historischen Daten sprechen eine klare Sprache: Seit 1960 verbuchte der S&P 500 in rund 72 Prozent aller Kalenderjahre positive Renditen. Diese Quote unterstreicht den strukturellen Vorteil, über lange Zeiträume hinweg im Markt investiert zu bleiben, anstatt auf kurzfristige Schwankungen zu reagieren.

Anstatt Aktien vollständig zu meiden, empfiehlt die UBS eine breite Diversifikation über Sektoren und Regionen hinweg. Ergänzende Allokationen in hochwertige festverzinsliche Wertpapiere, Gold und alternative Strategien können dabei helfen, Risiken in unsicheren Zeiten zu managen. So bleiben Anleger am Markt investiert und profitieren gleichzeitig von einem stabilisierenden Puffer.

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