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UBS übertrifft Gewinnerwartungen deutlich und kündigt Aktienrückkäufe an

Schweizer Großbank steigert Reingewinn um 56 Prozent und plant Rückkäufe von mindestens drei Milliarden Dollar.

UBS übertrifft Gewinnerwartungen deutlich und kündigt Aktienrückkäufe an

Die UBS hat im vierten Quartal 2024 mit einem Reingewinn von 1,2 Milliarden Dollar die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Das entspricht einem Anstieg von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Experten hatten lediglich mit 919 Millionen Dollar gerechnet. Besonders stark entwickelten sich die Bereiche Vermögensverwaltung und Investmentbanking.

Der weltweit größte Vermögensverwalter kündigte zudem an, 2026 Aktien im Wert von mindestens drei Milliarden Dollar zurückzukaufen. Dies entspricht dem Volumen des Vorjahres. Die Bank strebt jedoch an, "mehr zu tun", wie sie mitteilte. Die genaue Höhe weiterer Rückkäufe hänge von der finalen Ausgestaltung der neuen Schweizer Bankenregulierung ab.

Seit der Notübernahme der Credit Suisse im Jahr 2023 stehen Schweizer Großbanken unter verschärfter regulatorischer Beobachtung. Die Behörden haben strengere Kapitalvorschriften vorgeschlagen, deren endgültige Form jedoch noch unklar ist. Die UBS-Aktie profitierte zuletzt von Berichten über mögliche Abschwächungen der geplanten Regeln und legte seit Anfang Dezember deutlich zu.

Ehrgeizige Ziele bis 2028

Die Bank bekräftigte ihr Ziel, bis 2028 eine ausgewiesene Eigenkapitalrendite (CET1) von rund 18 Prozent zu erreichen. Dieses Ziel hatte sie nach den Regulierungsvorschlägen im Juni vorübergehend zurückgestellt. Zudem will UBS die Cost-Income-Ratio auf etwa 67 Prozent senken – ein ehrgeizigeres Ziel als die bisherige Marke von unter 70 Prozent.

CEO Sergio Ermotti zeigte sich zufrieden mit den Fortschritten bei der Integration der Credit Suisse. Rund 85 Prozent der in der Schweiz geführten Konten seien bereits auf UBS-Systeme migriert worden. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die verbleibenden Synergien bis Ende des Jahres realisieren können", erklärte Ermotti. Das Kosteneinsparprogramm wurde um 500 Millionen auf 13,5 Milliarden Dollar aufgestockt.

Führungswechsel in Sicht

Nach Informationen aus informierten Kreisen wird Ermotti, der die Notübernahme der Credit Suisse orchestrierte, voraussichtlich Mitte 2027 zurücktreten. Der genaue Zeitplan stehe jedoch noch nicht fest. Mehrere interne Kandidaten gelten als potenzielle Nachfolger, während bisher nur wenige externe Namen im Gespräch sind. Die globale Vermögensverwaltungssparte verzeichnete im Quartal erneut Mittelzuflüsse.

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