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UBS-Studie: Asiens Superreiche setzen auf Profis bei Erbschaftsplanung

Im asiatisch-pazifischen Raum vertrauen 72% der künftigen Erben auf Vermögensverwalter – weit mehr als in Europa oder Nordamerika.

UBS-Studie: Asiens Superreiche setzen auf Profis bei Erbschaftsplanung

Die Superreichen im asiatisch-pazifischen Raum gehen bei der Nachfolgeplanung deutlich professioneller vor als ihre Pendants in Europa und Nordamerika. Laut einem neuen Bericht der Schweizer Großbank UBS suchen rund 72% der künftigen Erben in der Region primär professionelle Unterstützung bei Vermögensverwaltern und Family Offices. Hintergrund ist ein globaler Vermögenstransfer von schwindelerregenden 83 Billionen US-Dollar, der in den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten erwartet wird.

Der Kontrast zu anderen Weltregionen ist dabei besonders auffällig: In Nordamerika wenden sich lediglich 42% der künftigen Erben an professionelle Berater, in Europa sind es sogar nur 19%. Damit liegt die APAC-Region weit vor dem globalen Durchschnitt – ein Zeichen für einen strukturell anderen Umgang mit Vermögen und Generationenwechsel in Asien.

Über 40% der Familien im asiatisch-pazifischen Raum befinden sich bereits im Prozess der Vermögensübertragung oder planen diesen aktiv. Das verdeutlicht, wie dringend das Thema Nachfolgeplanung in der Region geworden ist. Viele dieser Familien haben ihren Wohlstand erst in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut – der erste Generationswechsel steht nun unmittelbar bevor.

Strukturierter Ansatz in der APAC-Region

Young Jin Yee, Co-Leiterin von UBS Global Wealth Management APAC, kommentierte die Ergebnisse: „Wir beobachten, dass Familien in der APAC-Region einen strukturierteren und bewussteren Ansatz für den Generationswechsel wählen." Sie ergänzte, dass die nächste Generation vor allem den Zugang zu einem starken globalen Netzwerk als entscheidendes Merkmal eines guten Vermögensverwalters betrachte.

Der Bericht, der unter dem Titel „Global Next Generation Report" erschienen ist, ist der erste seiner Art von UBS. Er kombiniert die Ergebnisse zweier Umfragen, die zwischen Mai 2025 und Januar 2026 durchgeführt wurden. Insgesamt flossen 175 Antworten aus aller Welt ein, wobei rund 11% der Teilnehmer aus dem asiatisch-pazifischen Raum stammten.

Fast ein Drittel der weltweit Befragten gab an, dass ihre Familien bereits aktiv Vermögen übertragen. In den meisten Fällen ergreifen dabei die Eltern und älteren Vermögenseigentümer die Initiative, um das Gespräch über die Nachfolge zu eröffnen. Dies zeigt, dass der Impuls zur Planung häufig von der gebenden Generation ausgeht.

Globaler Vermögenstransfer als historische Zäsur

Der bevorstehende Transfer von 83 Billionen US-Dollar an Privatvermögen gilt als einer der größten Vermögensübergänge der Geschichte. UBS bezeichnet mit dem Begriff „nächste Generation" jene Personen, die dieses Vermögen erben und künftig eine wichtigere Rolle bei der Verwaltung von Familienvermögen und Unternehmen übernehmen werden.

Für Vermögensverwalter und Family Offices weltweit – auch in Deutschland und Europa – stellt dieser Trend eine bedeutende Chance dar. Wer die nächste Generation frühzeitig an sich bindet und mit einem starken Netzwerk überzeugt, sichert sich langfristige Kundenbeziehungen in einem der wachstumsstärksten Märkte der Welt.

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