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UBS streicht weitere hunderte Stellen nach Credit-Suisse-Übernahme

Die Schweizer Großbank baut erneut Stellen ab – diesmal vor allem in Support-Funktionen in der EMEA-Region.

UBS streicht weitere hunderte Stellen nach Credit-Suisse-Übernahme

Die UBS Group AG hat in ihrer EMEA-Region – also in Europa, dem Nahen Osten und Afrika – mehrere hundert Stellen gestrichen. Es handelt sich dabei um die jüngste Welle von Stellenabbau im Zuge der Übernahme der Credit Suisse, die vor drei Jahren vollzogen wurde. Die Maßnahmen betreffen vor allem Mitarbeiter in sogenannten Support-Funktionen, also Bereiche wie Verwaltung, Compliance, IT und ähnliche interne Dienste.

Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen, die aufgrund der Vertraulichkeit der Informationen anonym bleiben wollten, waren jedoch auch einige Banker mit direktem Kundenkontakt von den Streichungen betroffen. Dies zeigt, dass der Stellenabbau nicht ausschließlich auf Hintergrundprozesse beschränkt ist, sondern auch das operative Geschäft berührt.

Abfederungsmaßnahmen für betroffene Mitarbeiter

Die UBS bemüht sich offenbar, die sozialen Folgen des Stellenabbaus zu mildern. Einigen der betroffenen Mitarbeiter, deren Positionen gestrichen wurden, seien neue Stellen innerhalb des Unternehmens angeboten worden, so die informierten Personen. Dies deutet darauf hin, dass die Bank versucht, wertvolle Fachkräfte im Konzern zu halten, anstatt sie vollständig freizusetzen.

Der aktuelle Stellenabbau ist Teil eines längeren Integrationsprozesses, der seit der historischen Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS im März 2023 andauert. Die Schweizer Behörden hatten die Transaktion damals arrangiert, um einen Kollaps der angeschlagenen Credit Suisse zu verhindern. Seitdem arbeitet die UBS daran, die beiden Institute zu einem einzigen, schlanken Konzern zusammenzuführen – ein Prozess, der zwangsläufig mit erheblichen Doppelstrukturen und damit verbundenem Personalabbau einhergeht.

Langwieriger Integrationsprozess nach historischer Notübernahme

Für Anleger und Beobachter ist der fortlaufende Stellenabbau ein Indikator dafür, wie weit die Integration der beiden ehemals eigenständigen Schweizer Großbanken noch voranschreiten muss. Die Zusammenlegung zweier so großer Institute ist ein komplexes Unterfangen, das sich über mehrere Jahre erstreckt. Kosteneinsparungen durch den Abbau von Doppelstrukturen gelten dabei als wesentlicher Bestandteil der Integrationsstrategie.

Für die betroffenen Mitarbeiter bedeuten die Einschnitte eine erhebliche Unsicherheit. Gleichzeitig signalisiert die UBS mit dem Angebot interner Versetzungen, dass sie nicht alle Stellen ersatzlos streicht, sondern gezielt Kapazitäten umschichtet. Wie viele der betroffenen Personen letztlich eine neue Position im Konzern annehmen konnten, ist bislang nicht bekannt. Die UBS hat sich zu den konkreten Zahlen und Details bisher nicht öffentlich geäußert.

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