UBS steigert Quartalsgewinn um 80 Prozent und übertrifft Erwartungen
Die Schweizer Großbank profitierte von starkem Wealth Management und Investmentbanking – und liegt weit über den Analystenprognosen.

Die UBS Group hat im ersten Quartal 2025 einen Nettogewinn von 3,0 Milliarden US-Dollar erzielt. Das entspricht einem Anstieg von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit übertraf die Schweizer Großbank die Bloomberg-Konsensschätzungen von 2,42 Milliarden US-Dollar deutlich.
Als Treiber des starken Ergebnisses nannte die Bank ihre drei Kernbereiche: Global Wealth Management, Asset Management und Investmentbanking. Alle drei Sparten lieferten laut UBS eine gute Performance ab. Besonders der Handelsbereich profitierte dabei von der erhöhten Marktvolatilität der vergangenen Monate.
Credit-Suisse-Integration auf der Zielgeraden
Ein weiteres zentrales Thema bleibt die Integration der übernommenen Credit Suisse. Die UBS erklärte, man sei auf Kurs, diesen Prozess bis zum Jahresende „weitgehend abzuschließen". Darüber hinaus erwartet das Unternehmen weitere Wachstums- und Effizienzsteigerungen aus der Zusammenführung der beiden Schweizer Bankhäuser.
Die Übernahme der Credit Suisse im Jahr 2023 war eine der größten Bankenrettungsaktionen in der europäischen Geschichte. Die Schweizer Behörden hatten die UBS damals gedrängt, den angeschlagenen Konkurrenten zu übernehmen, um eine systemische Finanzkrise zu verhindern. Seitdem arbeitet die UBS intensiv daran, die Strukturen beider Institute zusammenzuführen und Synergien zu heben.
Starke Kapitalausstattung und Aktienrückkäufe
Neben dem starken Gewinn verwies die UBS auch auf eine solide Kapitalausstattung. Die Bank kündigte an, bis zum Ende des zweiten Quartals Aktien im Wert von 3 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Weitere Rückkäufe seien bis zum Jahresende geplant.
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Zur AktienanalyseAktienrückkäufe gelten als klares Signal des Managements, dass es die eigene Aktie für unterbewertet hält und gleichzeitig Kapital an die Aktionäre zurückgeben möchte. Für Anleger sind solche Programme oft ein positives Zeichen für die finanzielle Stärke eines Unternehmens.
Das starke Quartalsergebnis der UBS unterstreicht die Widerstandsfähigkeit des Schweizer Bankensektors in einem herausfordernden Marktumfeld. Die erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten, die viele Investoren belastet, erwies sich für das Investmentbanking der UBS als Rückenwind. Ob dieser Schwung im weiteren Jahresverlauf anhält, bleibt abzuwarten – die Bank selbst zeigt sich jedoch zuversichtlich und setzt mit den angekündigten Rückkäufen ein klares Zeichen des Vertrauens in die eigene Entwicklung.


