ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

UBS revidiert Kursziele für Norwegische und Schwedische Krone

Die Investmentbank passt ihre Währungsprognosen für EUR/NOK und EUR/SEK nach geopolitischen Entwicklungen und veränderten Zinserwartungen an.

UBS revidiert Kursziele für Norwegische und Schwedische Krone

UBS hat seine Währungsziele für die Norwegische Krone (NOK) und die Schwedische Krone (SEK) revidiert. Als Begründung nennt die Schweizer Investmentbank veränderte Risikobereitschaft sowie neue Zinserwartungen infolge jüngster geopolitischer Entwicklungen. Die Anpassungen betreffen sowohl kurzfristige als auch mittelfristige Kursziele für beide Währungspaare.

Für EUR/NOK setzt UBS das Jahresendziel auf 11,20 – ein Niveau, auf dem das Währungspaar bereits vor dem Konflikt und Ende März gehandelt wurde, bevor die Risikostimmung ins Bullishe drehte. Gleichzeitig legt die Bank ein Ziel für das Ende des zweiten Quartals von 10,75 fest. Sollte das sogenannte Pro-Carry-Umfeld ohne Unterbrechungen anhalten, erwartet UBS weiteres Abwärtspotenzial für EUR/NOK.

UBS senkt auch EUR/SEK-Prognose für Q2

Bei der Schwedischen Krone revidierte UBS die Prognose für EUR/SEK zum Ende des zweiten Quartals auf 10,85 – unter der Annahme, dass die Risikostimmung kurzfristig unterstützend bleibt. Das Währungspaar war zuvor von 10,67 Ende Februar auf 10,84 gestiegen, zunächst beflügelt durch die Ankündigung eines Waffenstillstands im Iran. Das Jahresendziel von 10,50 behält UBS hingegen unverändert bei.

Die Bank begründet das Festhalten am Jahresendziel damit, dass ein steigendes Angebot an auf SEK lautenden sicheren Anlagen durch eine höhere fiskalische Emission die Krone stützen könne. Dieser strukturelle Faktor spricht aus Sicht von UBS mittelfristig für eine Aufwertung der Schwedischen Krone gegenüber dem Euro.

Riksbank-Zinsentscheid im Fokus

Ein zentrales Thema in der UBS-Analyse ist die Geldpolitik der schwedischen Zentralbank Riksbank. UBS erwartet, dass die Riksbank die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung unverändert lässt – im Einklang mit der Markteinpreisung einer Straffung um lediglich 3 Basispunkte.

Deutlich kritischer bewertet UBS die Markterwartungen für den weiteren Jahresverlauf: Die eingepreisten Zinserhöhungen der Riksbank von insgesamt 64 Basispunkten bis zum Jahresende hält die Bank für verfehlt. Als Begründung nennt UBS drei wesentliche Faktoren:

  • Eine anhaltend unter dem Zielwert liegende Inflation in Schweden
  • Eine zusätzliche mechanische Disinflation durch eine geplante Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel
  • Ein relativ schwacher Arbeitsmarkt

Diese Kombination spreche gegen eine aggressive Zinswende der Riksbank, so die Einschätzung von UBS. Das Aufwärtspotenzial für EUR/SEK, das die Bank noch Anfang April erwartet hatte, hat sich laut eigener Aussage bislang nicht materialisiert – obwohl die Märkte damals Zinserhöhungen einpreisten, deren Umsetzung UBS nicht erwartet hatte.

Die Revisionen von UBS verdeutlichen, wie stark geopolitische Ereignisse und Zentralbankerwartungen die Währungsmärkte in Nordeuropa beeinflussen können. Für deutsche Anleger mit Engagements in skandinavischen Märkten oder Währungen sind diese Einschätzungen einer der führenden Investmentbanken ein wichtiger Orientierungspunkt.

Eur/NokEur/SekUbs KurszielNorwegische KroneSchwedische KroneRiksbank ZinsenWährungsprognose

Disclaimer