UBS rät zum Verkauf von EUR/ZAR-Aufwärtspotenzial über 20,50
Die Schweizer Großbank sieht nur begrenztes Aufwärtspotenzial für den Euro gegenüber dem starken Südafrikanischen Rand.

Die UBS empfiehlt Anlegern, Aufwärtsrisiken im Währungspaar EUR/ZAR oberhalb der Marke von 20,50 zu verkaufen. Die Empfehlung gilt auf Sicht von einem Monat und stützt sich auf zwei wesentliche Argumente: die erhöhte implizite Volatilität des Paares sowie eine Reihe fundamentaler Faktoren, die den Südafrikanischen Rand (ZAR) weiterhin stützen.
Die implizite Volatilität des EUR/ZAR-Paares ist in den vergangenen Tagen auf rund 13,7 Prozent gestiegen. Das liegt deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt von 12,3 Prozent und entspricht nahezu dem Doppelten des Niveaus vom Jahresbeginn, als die Volatilität noch bei etwa 7,3 Prozent notierte. Trotz dieser erhöhten Schwankungsbreite sieht die UBS nur begrenztes Potenzial für eine nachhaltige Euro-Stärke gegenüber dem Rand.
Rand profitiert von Edelmetallen und Strukturreformen
Der Südafrikanische Rand erhält laut UBS Rückenwind aus mehreren Quellen. Die starke Rallye bei den Edelmetallpreisen – Südafrika ist einer der weltweit führenden Produzenten von Gold und Platin – spielt dabei ebenso eine Rolle wie vorteilhafte Zinsdifferenzen und eine attraktive Bewertung der Währung. Hinzu kommen die laufenden Strukturreformen im Land, die das Vertrauen internationaler Investoren stärken.
Diese Kombination aus Faktoren hat den Rand trotz der allgemeinen Marktunsicherheit widerstandsfähig gemacht. Für deutsche Anleger ist relevant, dass der ZAR traditionell als Hochzinswährung gilt und damit sowohl Chancen als auch erhöhte Risiken bietet.
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Zur AktienanalyseDie UBS räumt ein, dass die Spannungen im Nahen Osten das Währungspaar weiterhin volatil halten könnten. Der Rand reagiert als Schwellenländerwährung sensibler auf Verschiebungen in der globalen Risikostimmung als der Euro. In ihrem Basisszenario geht die Bank jedoch lediglich von einer kurzzeitigen Unterbrechung der Kohlenwasserstoffströme aus der Region aus – kein dauerhafter Schock für die Weltwirtschaft.
Mittelfristig erwartet die UBS eine Rückkehr der Risikobereitschaft globaler Investoren und damit auch ein erneuertes Interesse an Schwellenländerwährungen wie dem Rand. Die Strategie, Aufwärtspotenzial des Euros im EUR/ZAR zu verkaufen, zielt darauf ab, von der erhöhten Volatilität zu profitieren, ohne auf eine starke Euro-Aufwertung angewiesen zu sein.

