UBS prognostiziert EUR/USD bei 1,20 – Dollar unter Druck
Die Schweizer Großbank UBS erwartet eine Schwächephase des US-Dollars und sieht den Euro-Wechselkurs auf dem Weg zur Marke von 1,20 Dollar. Mehrere Belastungsfaktoren setzen dem Greenback zu.

Die UBS rechnet für die erste Jahreshälfte 2025 mit einem schwächeren US-Dollar und prognostiziert, dass der EUR/USD-Wechselkurs die Marke von 1,20 ansteuern wird. Aktuell notiert das Währungspaar deutlich unter dieser Schwelle, sodass die Prognose eine erhebliche Dollar-Abwertung impliziert.
Drei Belastungsfaktoren für den Dollar
Die Schweizer Großbank identifiziert drei zentrale Faktoren, die auf dem Dollar lasten: Eine laufende Untersuchung des US-Justizministeriums gegen Fed-Chef Jerome Powell sorgt für Unsicherheit über die Führung der Notenbank. Hinzu kommt eine stockende Disinflation in den USA sowie ein sich abkühlender Arbeitsmarkt, der die wirtschaftliche Dynamik bremst.
Die Kombination dieser Faktoren führt zu anhaltender Volatilität am Devisenmarkt. Investoren zeigen sich verunsichert über die künftige Ausrichtung der US-Geldpolitik, was den Dollar zusätzlich unter Druck setzt.
Wichtige Termine in der kommenden Woche
In der kommenden Woche rücken mehrere Ereignisse in den Fokus der Marktteilnehmer. Besondere Aufmerksamkeit gilt den US-Inflationsdaten, insbesondere dem PCE-Deflator (Personal Consumption Expenditures), dem bevorzugten Inflationsmaßstab der Federal Reserve. Nach gemischten Wirtschaftsdaten der vergangenen Wochen werden diese Zahlen genau analysiert.
Zudem steht eine Anhörung im Fall von Fed-Gouverneurin Lisa Cook an. Auch die geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan sowie mögliche Wahlen könnten laut UBS das USD/JPY-Währungspaar bewegen und zusätzliche Volatilität in die Devisenmärkte bringen.
Handelsstrategie: Long auf EUR/SEK
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Zur AktienanalyseDie UBS-Strategen empfehlen eine Long-Position auf EUR/SEK. Nach der starken Performance der schwedischen Krone im vergangenen Monat sehen die Analysten Korrekturpotenzial. Diese Positionierung fügt sich in die übergeordnete Einschätzung der Bank ein, die eine Dollar-Schwäche gegenüber ausgewählten Währungen erwartet.
Für deutsche Anleger bedeutet die UBS-Prognose: Der Euro könnte in den kommenden Monaten deutlich an Wert gewinnen. Ein EUR/USD-Kurs von 1,20 würde Importe aus den USA verbilligen, Exporte dorthin jedoch verteuern und die Gewinne exportorientierter deutscher Unternehmen belasten.


