UBS mit Rekordgewinn: 1,2 Milliarden Dollar und 3 Milliarden Aktienrückkauf
Schweizer Großbank übertrifft Analystenerwartungen deutlich und kündigt umfangreiches Rückkaufprogramm für 2026 an.

Die UBS hat im vierten Quartal 2025 einen Nettogewinn von 1,2 Milliarden Dollar erzielt und damit die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn stieg im Jahresvergleich um beeindruckende 56 Prozent, während Experten lediglich mit 919 Millionen Dollar gerechnet hatten. Gleichzeitig kündigte die Schweizer Großbank einen Aktienrückkauf im Wert von mindestens 3 Milliarden Dollar für das Jahr 2026 an.
Der Konzernumsatz belief sich im Schlussquartal auf 12,1 Milliarden Dollar und entsprach damit exakt den Analystenprognosen. Gegenüber dem Vorquartal bedeutet dies einen Rückgang von 12,8 Milliarden Dollar, im Jahresvergleich jedoch einen deutlichen Anstieg von 11,6 Milliarden Dollar. Die verwalteten Vermögenswerte der Bank überschritten erstmals die Marke von 7 Billionen Dollar.
Kapitalquote unter Druck
Die Common Equity Tier 1 (CET1) Kapitalquote, ein wichtiger Indikator für die Solvenz einer Bank, lag im vierten Quartal bei 14,4 Prozent. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorquartal von 14,8 Prozent. Die Quote zeigt, wie gut eine Bank mit Eigenkapital ausgestattet ist, um Verluste abzufedern.
CEO Sergio Ermotti, der im April 2026 von seiner Position zurücktreten wird, zeigte sich zufrieden mit dem Fortschritt bei der Integration der Credit Suisse. Die staatlich orchestrierte Notübernahme des angeschlagenen Schweizer Rivalen bezeichnete er als "eine der komplexesten Integrationen in der Bankengeschichte". Ermotti war 2023 eigens für diese Aufgabe an die Spitze der UBS zurückgekehrt.
Analysten sehen gemischtes Bild
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Zur AktienanalyseJohann Scholtz, Leitender Aktienanalyst bei Morningstar, bewertete die Quartalszahlen als "weiteres starkes Resultat". Die Integration der Credit Suisse sei gut gelungen, allerdings würden die strengen Schweizer Kapitalanforderungen weiterhin eine Belastung für den Aktienkurs darstellen. Diese regulatorischen Vorgaben könnten die Flexibilität der Bank bei künftigen Ausschüttungen einschränken.
Die UBS betonte, dass sie das angekündigte Rückkaufvolumen von 3 Milliarden Dollar für 2026 als Mindestbetrag betrachte und plane, diesen zu überschreiten. Dies unterstreicht das Vertrauen des Managements in die künftige Ertragskraft und die erfolgreiche Bewältigung der Integration.


